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07. Dezember 2011  | dpa

Englands Clubs droht ein Desaster

| Vergrößern | Manchester City braucht in der Bayern-Gruppe sogar Schützenhilfe. archivFoto: FOTOSPORTS
LONDON. 

Die Dominanz der Premier-League-Clubs in der „Königsklasse“ scheint zu bröckeln. Am letzten Spieltag ist Manchester United ebenso zum Siegen verdammt wie Bayer Leverkusens Gruppengegner FC Chelsea. Manchester City braucht in der Bayern-Gruppe sogar Schützenhilfe.
Drei hoch gehandelten englischen Fußballclubs droht in der Champions League der Absturz. Der FC Chelsea, Premier-League-Primus Manchester City und Lokalrivale und Vorjahresfinalist Manchester United müssen zittern. Geht im Gruppenfinale am Dienstag und Mittwoch alles schief, ist der peinliche Abstieg in die ungeliebte Europa League besiegelt. Vom Insel-Quartett steht lediglich Borussia Dortmunds Gruppengegner FC Arsenal schon im Achtelfinale und kann sicher in der europäischen „Königsklasse“ überwintern.
Auch im UEFA-Cup-Nachfolgewettbewerb sieht es für das Mutterland des Fußballs mau aus: Tottenham Hotspur und Birmingham City haben nur noch vage Chancen; lediglich Stoke City mit dem deutschen Nationalspieler Robert Huth ist schon in der nächsten Runde.
In der „Königsklasse“ geht es für Bayer Leverkusens Gruppengegner FC Chelsea um die Wurst. Die „Blues“ benötigen am Dienstag gegen den FC Valencia einen Sieg oder ein torloses Unentschieden, um das Achtelfinal-Ticket zu buchen. Der Druck auf den für 15 Millionen Euro vom FC Porto geholten Trainer André Villas-Boas ist riesig. „Chelsea hat für Villas-Boas sicher nicht die Rekord-Ablöse gezahlt, um den Ligapokal zu gewinnen“, schrieb der „Daily Mirror“ mit bitterer Ironie. „Die Pleite im Carling Cup gegen Liverpool hat Chelsea dann so gut geschmeckt wie ein warmes Bier, aber in der Champions League zu scheitern, ist eine andere Sache.“
Manchester United plagen in Gruppe C vor dem entscheidenden Duell beim FC Basel am Mittwoch Verletzungssorgen. Nach der Knöchelblessur von Stürmerstar Javier Hernandez im Liga-Spiel bei Aston Villa (1:0) rückt bei den „Red Devils“ ein alter Bekannter aus der Fußball-Bundesliga in den Fokus: Der Bulgare Dimitar Berbatow. Der Ex-Leverkusener soll United im St. Jakob-Park in die nächste Runde schießen. Manchesters Trainerveteran Sir Alex Ferguson bleibt trotz der angespannten Lage cool: „Wir haben momentan etwas Verletzungspech, aber unser Kader ist stark genug.“ Bei einer Niederlage wäre „ManU“ draußen.
Die ungünstigste Ausgangsposition hat Bayern Münchens Gruppengegner Manchester City. Nur ein eigener Sieg gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister und ein gleichzeitiger Punktverlust des SSC Neapel beim FC Villarreal kann die „Citizens“ noch in die K.o.-Runde bringen. „In der Champions League gibt es vier oder fünf Teams, die besser sind als wir und die bereit sind, diesen Wettbewerb zu gewinnen“, sagte City-Coach Roberto Mancini.
Dabei gehörte das vergangene Jahrzehnt in Europa eindeutig den Clubs aus der englischen Fußball-Eliteliga. Der FC Liverpool und Manchester United gewannen 2005 und 2008 die Champions League. „ManU“ und der FC Chelsea standen sich 2008 in Moskau gar in einem „englischen Finale“ gegenüber. Seit 2001 stellte die Premier League - mit nur zwei Ausnahmen - immer mindestens einen Halbfinalisten.


 
 


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