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06. Dezember 2011  | dpa

Das Unmögliche möglich machen

fussball – Dortmund braucht zum Verbleib in der Champions League einen klaren Sieg gegen Marseille

| Vergrößern | Die Dortmunder Roman Weidenfeller (l) und Shinji Kagawa verlassen nach dem Champions League Spiel gegen den FC Arsenal am 23.11.2011 im Emirates Stadion in London, Großbritannien, den Rasen. Dem deutschen Meister droht erneut der frühe Abschied von Europa. Im letzten Gruppenspiel gegen Marseille benötigen die Dortmunder einen deutlichen Erfolg. archivFoto: dpa
DORTMUND. 

Im schlimmsten Fall scheitert der Bundesliga-Zweite am heutigen Dienstag sogar beim Versuch, zumindest die Trostrunde Europa League zu erreichen. Trotz der düsteren Ausgangslage herrscht jedoch das Prinzip Hoffnung. „Wir wollen das Unmögliche möglich machen“, sagte Kapitän Sebastian Kehl.
Ein ähnliches Schicksal wie der VfB Stuttgart, der als bisher einziger deutscher Fußball-Meister seit 1994 die europäische Königsklasse als Gruppenvierter (2007) beendete, wollen sich die Dortmunder ersparen. Doch die Chancen auf ein Happy End stehen denkbar schlecht: Nach mitunter naiven Auftritten auf internationaler Bühne rangiert der BVB hinter Gruppensieger FC Arsenal (11), Marseille (7) und Olympiakos Piräus (6) auf dem letzten Platz der Gruppe F.
Unterliegt Piräus im Heimspiel gegen den FC Arsenal, würde der Borussia ein Sieg genügen, um zumindest in der Europa League zu überwintern. Doch Torjäger Robert Lewandowski will mehr: „Noch geht was. Wir glauben an uns – solange das letzte Spiel nicht vorbei ist.“
Mut macht der Aufwärtstrend in der Bundesliga. In den vergangenen neun Meisterschaftsspielen blieb das Team von Trainer Jürgen Klopp ohne Niederlage und verbuchte 23 Punkte. Zudem gelangen vor heimischer Kulisse zuletzt drei Kantersiege über Augsburg (4:0), Köln (5:0) und Wolfsburg (5:1). „Warum sollte uns das nicht auch am Dienstag gelingen“, kommentierte Lewandowski trotzig.
Gut möglich, dass Klopp in der Not auf eine offensive Variante setzt. Der Einsatz von Lewandowski und des zuletzt auf die Ersatzbank verbannten Lucas Barrios in der Startelf könnte die Torgefahr des Teams erhöhen. Zum Leidwesen von Shinji Kagawa, der dann mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen müsste. Sicher fehlen wird der gelbgesperrte Linksverteidiger Marcel Schmelzer.
Die Borussia würde bei einem vorzeitigen Aus mindestens drei Millionen Euro verlieren, die der europäische Verband allen Achtelfinalisten garantiert. Zudem droht ein neuerlicher Imageschaden: In der vorigen Saison schied der Champions-League-Sieger von 1997 am Ende der Gruppenphase in der Europa League aus. Hans-Joachim Watzke versucht, den drohenden negativen Schlagzeilen vorzubeugen: „Es wäre schlimmer, wenn wir in der Bundesliga nur im Mittelfeld dümpeln würden“, sagte der BVB-Geschäftsführer.

 
 


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