Nach dem 7:1-Erfolg von Olympique Lyon bei Dinamo Zagreb wehren sich die Vereine gegen einen Betrugsverdacht, Europas Fußball-Verband Uefa sieht keine Gründe für Ermittlungen. „Zum jetzigen Zeitpunkt“ habe das Warnsystem „keine irregulären Wettmuster bezüglich des gestrigen Spiels gezeigt, die eine Untersuchung rechtfertigen würden“, teilte die Uefa am Donnerstag in einer Stellungnahme mit. Man wolle nun die Berichte des Schiedsrichters, der Schiedsrichterbeobachter und der Match-Delegierten abwarten.
Nach dem 0:3 von Ajax Amsterdam gegen Real Madrid, bei dem zwei offenbar reguläre Ajax-Tore aberkannt wurden, und dem 7:1 von Lyon in Zagreb hatten die Franzosen den niederländischen Rekordmeister dank der besseren Tordifferenz noch abgefangen und das Achtelfinale der Champions League erreicht. Vor allem in niederländischen Medien war anschließend von Betrug die Rede. In Internet-Foren tauchten Fotos eines Zagreb-Spielers vor einem Wettbüro auf.
„Das Resultat ist auffallend. Aber wenn seltsame Dinge geschehen sind, muss man diese beweisen können“, sagte Ajax-Trainer Frank de Boer zurückhaltend. Hätte Lyon nur 4:1 gewonnen, wäre Ajax trotz der 0:3-Heimniederlage gegen Real Madrid ins Achtelfinale eingezogen.
Zur Pause stand es noch 1:1, dann zog Lyon binnen sieben Minuten auf 4:1 davon, Zagreb wehrte sich kaum noch. Kroatiens Meister fand in Trainer Krunoslav Jurcic ein Bauernopfer und gab die Trennung bekannt. Der Verein wies später die „unverschämten und bösartigen Vorwürfe“ zurück.
Champions League: Ajax Amsterdam wittert Betrug
Champions League – Franzosen ziehen dank des besseren Torverhältnisses noch vorbei
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