Mit dem SV Sandhausen wartet im ersten Spiel nach der Winterpause auf den SV Darmstadt 98 gleich ein besonders hartes Stück Arbeit. Die Mannschaft von Trainer Gerd Dais hat sich den Sprung in die Zweite Liga zum Ziel gesetzt und wird diesen Ansprüchen bisher auch weitgehend gerecht. Platz zwei hinter Jahn Regensburg und immerhin fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz drei – die Bilanz zur Winterpause kann sich sehen lassen. Zumal noch das Nachholspiel beim VfR Aalen aussteht, in dem die Kurpfälzer ihre Position weiter verbessern können. Die Mannschaft ist auf Kurs und will sich davon auch am Samstag im Stadion am Böllenfalltor nicht abbringen lassen.
Hauptverantwortlich für die bisher überzeugenden Ergebnisse ist die Defensive. Der 35 Jahre alte Torhüter Daniel Ischdonat (20 Spiele) sowie Sören Halfar (19), Marco Pischorn (19) und Daniel Schulz (20) bilden einen eingespielten Block und damit das Gerüst der Mannschaft. Gerade 18 Gegentreffer, also nicht einmal einer pro Spiel, musste das Team hinnehmen, nur der VfL Osnabrück ist hier noch besser. Eine besonders wichtige Rolle spielt aber auch Stürmer Frank Löning. Der Torjäger erzielte schon neun Treffer und liegt in der Torschützenliste damit auf Platz zwei hinter Tobias Schweinsteiger (Jahn Regensburg).
Trotzdem: Vor der Winterpause kam etwas Sand ins Getriebe und die hervorragende Ausgangsposition wurde ein wenig verspielt. In den Partien gegen Osnabrück (0:0), in Heidenheim (1:2) und gegen Kickers Offenbach (1:1) blieb Sandhausen ohne Sieg und büßte etwas vom deutlichen Vorsprung ein. Eine Entwicklung, die am Samstag gegen den SV 98 gestoppt werden soll.
Dass der Verein davon überzeugt ist, dies mit dem bisherigen Personal bewerkstelligen zu können, zeigt die Tatsache, dass in der Winterpause mit Nico Klotz lediglich ein Neuer geholt wurde. Der Mittelfeldspieler kam vom Zweitligisten SC Paderborn nach Sandhausen und erhielt einen Vertrag bis Saisonende. „Er heizt den internen Konkurrenzkampf an“, freut sich Trainer Dais über eine weitere Alternative im Kader. Die Vorbereitung verbrachte der letztjährige Tabellenzwölfte unter anderem im Trainingslager in Belek/Türkei und sieht sich für die restliche Saison gut gerüstet.
Was dem SV Sandhausen zu seinem Glück allerdings fehlt, ist eine Honorierung der guten Leistungen durch entsprechende Zuschauerzahlen. Zu den bisher elf Heimspielen kamen im Schnitt lediglich 2500 Zuschauer. Damit rangiert der Verein weit unten in der Zuschauertabelle.
Obwohl am Samstag ein Spitzenteam der Dritten Liga im Stadion am Böllenfalltor antritt, besteht für den SV Darmstadt 98 durchaus Hoffnung, gegen den Tabellenzweiten zu punkten. Denn seine drei Saison-Niederlagen kassierte Sandhausen alle auf fremden Plätzen. Im eigenen Hardtwaldstadion dagegen blieb die Mannschaft bislang ungeschlagen und spielte meist souverän. Dies bekamen die Lilien beim 0:2 in der Hinrunde zu spüren.
SV Sandhausen peilt die Zweite Liga an
Fussball – Vor der kurzen Winterpause kam allerdings etwas Sand ins Getriebe des Aufstiegsanwärters
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