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02. Februar 2012 Von Wolfgang Knöss

Trainer des SV Wehen sehnt sich nach Stabilität

Der SV Wehen Wiesbaden läuft den eigenen Erwartungen hinterher – Gravierende Auswärtsschwäche

| Vergrößern | Gino Lettieri Archivfoto: H. Krämer

Der Aufstiegsfavorit Nummer eins geriet früh ins Straucheln. Am zweiten und dritten Spieltag der Dritten Fußball-Liga handelte sich die Mannschaft des SV Wehen Wiesbaden vier Platzverweise ein und setzte damit eine Entwicklung in Gang, die bis heute nicht gestoppt werden konnte. Zwar stimmten zu Beginn der Saison die Ergebnisse noch einigermaßen, doch ständige Wechsel in der Aufstellung verhinderten, dass die Mannschaft aus der Landeshauptstadt auch nur annähernd Konstanz entwickeln konnte.
Trainer Gino Lettieri war aufgrund von Sperren oder Verletzungen häufig zum Wechseln gezwungen. Eine große Rolle spielte aber auch, dass viele der erfahrenen Wehener Profis die Erwartungen nicht erfüllten.
Resultat dieser Entwicklung ist Platz 17, ein Rang hinter Gastgeber SV Darmstadt 98. Zwar hat der SV Wehen Wiesbaden noch die Chance, im Nachholspiel beim VfL Osnabrück zu punkten, doch die sportliche Bilanz ist ernüchternd. Kein Wunder also, dass der Trainer sich nach der verkorksten Hinrunde vor allem nach einem sehnt: „Stabilität und Sicherheit“. Denn dass die Mannschaft generell zu ordentlichen Leistungen fähig ist, hat sie unter anderem beim 3:1 über Kickers Offenbach bewiesen.
Doch auch der Start nach der Winterpause verlief holprig. Einem mäßigen 1:1 beim Abstiegskandidaten SV Werder Bremen II folgte ein 1:3 gegen den VfR Aalen. Und Trainer Lettieri – in der Saison 2006/2007 für einige Monate am Böllenfalltor tätig – gerät immer stärker unter Druck. Ebenso der Geschäftsführer und Sportliche Leiter Wolfgang Gräf, der mit dem Trainer für die Zusammenstellung des Kaders verantwortlich ist. Denn der liegt derzeit weit hinter den Erwartungen zurück.
Um wenigstens nicht in Abstiegsgefahr zu geraten, hat sich der Verein in der Winterpause noch mal verstärkt. So wechselte der Argentinier Leandro Guaita aus der ecuadorianischen Liga nach Wiesbaden, ebenso Milan Ivana von Slavia Prag. Während Guaita vorerst als Ergänzungsspieler anzusehen ist, soll Ivana der Mannschaft sofort weiterhelfen. Der 28 Jahre alte Offensivspieler hat immerhin einige Partien in der Champions League und im Uefa-Cup hinter sich.
Im Hinspiel setzte sich der SV 98 in der Britta-Arena mit 1:0 durch. Geht es nach den Wehenern, wollen sie sich dafür am Böllenfalltor revanchieren. Ein ehrgeiziges Ziel, denn mit nur einem Auswärtserfolg gehört die Mannschaft zu den schwächsten auf fremden Plätzen.
Torjäger ist Steffen Wohlfahrt mit sieben Treffern, zur Verwirklichung von Aufstiegsträumen nicht genug. Zu den wenigen positiven Erscheinungen gehört Marcus Mann. Der ehemalige Spieler des SV 98 hat in der laufenden Saison 20 Partien bestritten und ist damit neben Torhüter Michael Gurski (22 Spiele) eine der wenigen Konstanten in Lettieris Mannschaft. Trotz der bisher schwachen Wehener Bilanz ist sich der Defensivspieler sicher: „Wir kriegen die Kurve.“


 
 


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