Die Offenbacher Kickers haben ihre Auftaktpartie am Bieberer Berg nach der Winterpause in der Dritten Fußball-Liga vergeigt – und sind dabei nur knapp an einem Spielabbruch vorbeigeschrammt. Bei der 0:1 (0:1)-Niederlage am Samstag gegen den Chemnitzer FC musste Schiedsrichter Christian Fischer (Hemer) die Begegnung kurz nach der Pause für zehn Minuten unterbrechen, weil OFC-Fans Feuerzeuge und andere Gegenstände auf den Platz geworfen hatten.
Auch die beiden anderen hessischen Clubs verloren. Der SV Wehen Wiesbaden unterlag zu Hause gegen den VfR Aalen mit 1:3 (1:1), Darmstadt 98 kassierte bei Arminia Bielefeld eine 2:3 (0:1)-Niederlage.
„Das war eine klare Ansage: Wenn nur irgendetwas nur einmal fliegt, ist das Spiel zu Ende. Diese Unterbrechung wird den OFC Geld kosten“, kommentierte Offenbachs Geschäftsführer Thomas Kalt die Vorfälle auf den Rängen. Die Kickers müssen mit einer saftigen Strafe durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) rechnen. Der Club will aber die Täter mit in die Verantwortung nehmen – wenn diese über die Videoaufzeichnung ermittelt werden können.
Vor 6470 Zuschauern am Bieberer Berg sorgte OFC-Innenverteidiger Markus Husterer für den einzigen Treffer. In der 23. Minute fälschte er einen Schuss für Torhüter Robert Wulnikowski unhaltbar ins eigene Netz ab. Während der Aufsteiger aus Chemnitz das sechste Spiel ohne Niederlage feierte, rutsche Offenbach auf Rang acht und damit aus dem Kreis der Aufstiegskandidaten. „Wir haben heute verdient verloren“, sagte Trainer Arie van Lent. „Uns ist nicht viel eingefallen, wir hatten kaum Torchancen. Das war einfach zu wenig.“
Auch der SV Wehen verlor sein ersten Heimspiel 2012. Matchwinner für Aalen war vor 2449 Zuschauern der dreifache Torschütze Robert Lechleiter. Zunächst hatte Aziz Bouhaddouz (12.) zum 1:0 abgestaubt, doch die Führung der Gastgeber währte nicht lange. Lechleiter (21.,61.,79.) schraubte sein Saison-Torekonto auf zwölf und hielt die Schwaben auf dem dritten Tabellenplatz.
Nach sechs Begegnungen ohne Sieg liegen die Wiesbadener nur auf Rang 17. „Wir haben es leider verpasst, nach dem 1:0 nachzulegen“, ärgerte sich Coach Gino Lettieri. „Hätten heute alle so gekämpft wie Timo Nagy und Benjamin Hübner, hätte es einen anderen Sieger gegeben. So haben wir Gegentore bekommen, die gar nicht gehen.“
Offenbach droht harte Strafe durch den DFB
Fussball, Dritte Liga – Beim 0:1 gegen Chemnitz droht Spielabbruch – Wehen Wiesbaden verliert gegen Aalen
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