Nach den Krawallen von Fußballfans in Frankfurt will die Eintracht die Vorfälle untersuchen. „Wir sind dabei, die Ausschreitungen vom Pokalabend aufzuarbeiten“, sagte der Frankfurter Fanbeauftragte Ben Vogt am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Der Verein steht nach den jüngsten Ausschreitungen seiner Anhänger unter Druck.
Vergangenen Mittwoch wurden vor dem Südwestderby im DFB-Pokal zwischen der Eintracht und dem 1. FC Kaiserslautern acht Polizisten verletzt sowie neun Randalierer festgenommen. Am Sonntag gab es dann beim Zweitligaspiel in Ingolstadt erneut Probleme, als FCI-Torwart Sascha Kirschstein aus dem Frankfurter Block mit Plastik-Feuerzeugen beworfen wurde. Schiedsrichter Christian Fischer hatte sogar mit einem Spielabbruch gedroht.
Für konkrete Lösungsvorschläge sei es derzeit noch zu früh, sagte Vogt. Allerdings sprach er sich deutlich gegen Forderungen aus, Fußballfans zukünftig von Auswärtsspielen ihres Vereins auszuschließen. „Gästefans auszuschließen, ist unzweifelhaft ein nicht geeignetes Mittel.“
Ähnlich hatte sich am Samstag Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen geäußert: „Selbstverständlich sind wir bei jedem Auswärtsspiel dankbar für die großartige Unterstützung, die unserer Mannschaft widerfährt, und das wird auch so bleiben.“
Wegen der Krawalle, für die das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bisher noch keine Strafe verhängte, hat der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) die Verantwortlichen des Zweitligisten in dieser Woche zu einem Gespräch nach Wiesbaden eingeladen.
Laut Ministerium hat der Verein seine Teilnahme zugesagt. Rhein hatte angekündigt: „Ab sofort legt die Polizei eine härtere Gangart gegen gewaltbereite Problemfans ein.“ Der genaue Termin des Treffens wurde allerdings nicht bekannt gegeben. „Wir wollen uns in Ruhe unterhalten können“, sagte ein Ministeriumssprecher.
Fußball: Eintracht will Fankrawalle untersuchen
FRANKFURT.
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