Die letzten Schnäppchen im Bundesliga-Winterschlussverkauf sind gemacht. Bayer Leverkusen holte den kroatischen Rechtsverteidiger Vedran Gorluka (Tottenham Hotspur). 1899 Hoffenheim nahm kurzfristig auf Leihbasis den Wolfsburger Srdjan Lakic für den Angriff unter Vertrag, der SC Freiburg lieh den Kroaten Ivan Santini von NK Zuadar aus. Mohamed Zidan streift sich zum dritten Mal das Trikot des FSV Mainz 05 über. Der Angreifer wechselt mit sofortiger Wirkung vom Meister Borussia Dortmund zu den Rheinhessen. Zidan erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 mit einer Option bis Juni 2014. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Clubs Stillschweigen. Kurz vor Ende der Wechselfrist sicherte sich der 1. FC Nürnberg die Dienste des Nachwuchsspielers Noah Korzowski von Schalke 04.
Insgesamt haben die Erstligisten im Zeitraum vom 1. bis zum 31. Januar 48,29 Millionen Euro für Neuverpflichtungen ausgegeben, Leihgebühren sind dabei nicht eingerechnet. Im Gegenzug nahmen die Vereine 28,39 Millionen durch Spielerverkäufe ein. Insgesamt hat sich die Liga seit Saisonbeginn neue Spieler für fast 200 Millionen Euro geleistet.
Haupteinkäufer im Winter war Felix Magath, der etwa 29 Millionen Euro in acht weitere Spieler für den VfL Wolfsburg investiert hat. „Wir haben die Qualität noch einmal gesteigert. Deshalb bin ich sicher, dass wir uns weiter nach vorn arbeiten werden“, sagte der Wolfsburger Coach.
Teuerste Profis waren VfL-Neuzugang Ricardo Rodriguez, der für 7,5 Millionen Euro vom FC Zürich nach Niedersachsen wechselte, und Leverkusens Torhüter Bernd Leno, der 7,5 Millionen gekostet hat. Giovanni Sio vom FC Sion war Wolfsburg 5,8 Millionen wert.
Den größten Erlös für einen Profi verbuchte der SC Freiburg mit zwölf Millionen Euro von Newcastle United für Stürmer Papiss Demba Cissé. Allerdings hat das Tabellenschlusslicht bislang lediglich 800 000 Euro in sechs neue Spieler investiert.
Auch bei den meisten anderen Vereine sitzt das Geld nicht mehr so locker. Der Trend zu preiswerten Leihgeschäften oder ablösefreien Spielern setzt sich fort. Nur das Top-Duo Bayern München und Meister Dortmund sowie der Hamburger SV holten gar keinen neuen Spieler.
Neben dem 12-Millionen-Transfer des Freiburgers Cissé brachten zwei Wechsel innerhalb der Bundesliga das meiste Geld: Torhüter Leno von Stuttgart nach Leverkusen (7,5) und Vedad Ibisevic von Hoffenheim nach Stuttgart (5).
Borussia Mönchengladbach hat für den Verkauf von Raul Bobadilla zu Young Boys Bern zwei Millionen kassiert, verpflichtet wurde er 2009 für gut vier Millionen.
1. Bundesliga investierte 50 Millionen in Transfers
1. Bundesliga – Srdjan Lakic wechselt zu 1899 Hoffenheim – Mohamed Zidan kehrt nach Mainz zurück
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