Wählerinitiative „WiR“ will im März antreten
Kommunalwahl: Andreas Andel formiert neue Liste - „Regierenden auf die Pelle rücken“
Zur Kommunalwahl am 27. März 2
011 formiert sich eine neue Liste für Rüsselsheim: Die „Wählerinitiative Rüsselsheim (WiR). Noch fehlen einige Unterschriften, um antreten zu können, sagt Andreas Andel, Betreiber der „Waschbar“ und einer der Initiatoren. Doch ist die Gruppe von nach Andels Angaben sieben Personen bereits mit einer Internetseite in die Öffentlichkeit getreten und stellt ihre Ziele vor. Die Schlagwörter: Walter-Köbel-Halle, Bahnhofsvorplatz, Horlachgraben, Innenstadtsanierung.„Jeder an Rüsselsheim interessierte Bürger kann bei diesen Schlagwörtern nur noch mit dem Kopf schütteln. Und das sind nur einige Beispiele der planlosen Kommunalpolitik in Rüsselsheim“, meinen Andel und seine Mitstreiter. Die Bürger würden schon lange nicht mehr gefragt, „wenn es um ihre Wünsche und Bedürfnisse geht.“Als konkrete Anliegen nennt die Wählerinitiative WiR die Umgestaltung der „Betonwüste“ am Bahnhofsvorplatz, das Ende von zehn Jahren „Karstadtschandfleck“, den Erhalt der Walter-Köbel-Halle oder die Änderung des Konzepts für das Opelforum unter der Prämisse: Kein zweites Löwencenter. „Sie glauben, dass Rüsselsheim viel mehr Potenzial besitzt - wir auch“, lautet einer der Sätze, mit denen die Initiative ihre potenziellen Wähler ansprechen will. Dabei gehe es nicht darum, Regierungsanspruch erheben zu wollen, so die Wählerinitiative. „Wir wollen den Regierenden auf die Pelle rücken, unangenehme Fragen stellen, neue Lösungsansätze und Denkanstöße geben“ - eine Rolle, in der die Liste Rüssel 1993 angetreten war, die sich nach dieser Legislaturperiode vom kommunalpolitischen Parkett verabschiedet.Um bei der Kommunalwahl 2011 antreten zu können, braucht es in Rüsselsheim 90 Unterschriften aus den Reihen der Wahlberechtigten (die doppelte Zahl der Sitze in der Stadtverordnetenversammlung). Wahlvorschläge müssen bis zum 22. Januar beim Wahlamt eingereicht werden, die Frist endet um 18 Uhr. Als Wahlvorschlag kann der Wahlleiter Parteien oder Wählergruppen akzeptieren, die neben der erforderlichen Zahl von Unterschriften mit mindestens drei Personen antreten. In Rüsselsheim bewerben sich um die Sitze im Stadtparlament bislang SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke/Liste Solidarität und die Wählergruppe IDU (Internationale Demokratische Union).
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