Während der Passionszeit ist die Stadtkirche am Marktplatz täglich in einer Kernzeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Kirchenvorstand der Gemeinde lädt ab heute (22.) Passanten ein, sich in der Kirche einen Augenblick Ruhe vom Alltag zu gönnen.
„Viele meinen, in der Passionszeit als Fastenzeit ginge es vorwiegend darum, sich selbst zu kasteien“, sagt Pfarrerin Annette Mehlhorn. Doch sei etwas anderes gemeint: Die Menschen sollten bewusster durch den Alltag gehen, sich besinnen und über wichtige Fragen des Lebens neu nachdenken. Schon der Durchgang durch die Kirchenportale signalisiere den Besuchenden, dass sie die alltägliche Welt hinter sich lassen und in einen Raum der Stille eintreten.
„Die Leute sollen Stille genießen können, wenn ihr Herz danach verlangt“, begründet Udo Jeske, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, die offene Kirche. Schon bald werde außerdem der Weg für ältere und gehbehinderte Menschen erleichtert: In den nächsten Wochen entsteht am Hauptportal eine Rampe, die den barrierefreien Zugang eröffnet.
Die geöffnete Kirche stehe im Zusammenhang mit dem Haus der Begegnung, das in der Marktstraße entsteht. Der Kirchenvorstand will die Erfahrungen während der vierzigtägigen Passionszeit auswerten, um über künftige erweiterte Öffnungsmöglichkeiten zu beraten, kündigt Udo Jeske an.
Stille genießen in der Fastenzeit
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