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Ganz vorn dabei war Stadträtin Silke Klinger (links), als eine 22-köpfige Gruppe am Montagabend das Stadtradeln mit einer zehn Kilometer langen Tour durch das Mainvorland, über den Regionalparkweg und entlang des Horlachgrabens (Bild) mit Ziel Ostpark-Biergarten eröffnete. Foto: Heinrich Schreiber
10,2 Kilometer in 49 Minuten - die Geschwindigkeit der 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die am Dienstagabend zur Eröffnung des vom Klimabündnis initiierten Stadtradelns in die Pedale stiegen, ist nicht gerade rekordverdächtig. Das ist freilich auch gar nicht die Absicht. Denn der Weg ist das Ziel. Und das heißt: Förderung des Radverkehrs als Beitrag zum Klimaschutz, für den jeder etwas beisteuern kann.
Stadträtin Silke Klinger, die sich am Montagabend über weite Strecken an die Spitze der Bewegung setzte, ist eine engagierte Unterstützerin des Stadtradelns. Sie führt während der dreiwöchigen Aktion (4. bis einschließlich 24. August) das Team ,,Wir radeln für Rüsselsheim" an. Laut Spielregeln muss sich jeder Teilnehmer einem Team anschließen, das von einem Kommunalpolitiker, einem Vereinsvorsitzenden oder einem sonstigen Interessierten angeführt werden sollte. Bisher haben sich 38 Radlerinnen und Radler in sechs Teams angemeldet. Neben der Gruppe Klinger sind dies der RSV Rüsselsheim (Teamkapitän Wolfgang Wossidlo), die SKG Freizeitradler (Harald Lehmann), der ADFC mit dem Team ,,Rauf aufs Rad" (Mario Schuller), der RMSC Rüsselsheim (Alois Bierl
meier)und die Roten Strampler (Jens Grode).
Aktions-Webseite
Unter www.stadtradeln.de können Interessierte nach einer Registrierung zu einem bestehenden Team dazustoßen. Wer ein neues Team gründen will, muss sich persönlich im Umweltamt, Mainzer Straße 7, Telefon 06142 832184, anmelden. Der Radelkalender kann ebenfalls online gepflegt werden. Im Umweltamt gibt es dafür aber auch Kilometerbögen, die dort ausgefüllt zurückgegeben werden.
Als Teammitglieder können alle Bürgerinnen und Bürger, die in Rüsselsheim wohnen, arbeiten oder zur Schule gehen, mitradeln. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht es frei, an wie vielen Tagen sie während des Aktionszeitraums im Sattel sitzen wollen. Ansprechpartnerinnen für Rüsselsheim sind Veronika Greiner und Hilde Müller vom städtischen Umweltamt.
Als Mitglied des Klimabündnisses appelliert die Stadt an die Einwohner, bei einem Team mitzuradeln. Nicht nur sei Rad fahren eine gesunde und kostengünstige Alternative zum Auto, sondern leiste zugleich einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Luftqualität in Rüsselsheim. Mit jedem Radkilometer werde schließlich die CO
2-Belastung um 144 Gramm reduziert. Somit ersparten die Stadtradler am Montagabend der Umwelt gut 32 Kilo des Treibhausgases.
Das Klimabündnis hob die Aktion Stadtradeln 2008 aus der Taufe. Im vergangenen Jahr nahm Rüsselsheim erstmals an dem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Bewegungswettbewerb teil. 38 Radlerinnen und Radler legten dabei eine Gesamtstrecke von 9835 Kilometer zurück. Das entspricht 259 Kilometern pro Teilnehmer, die Rüsselsheim in Hessen hinter Hanau und Offenbach auf Rang drei brachten. Bundesweit reichte es für Platz acht, zusammen mit Leipzig.
In diesem Jahr wird sich die Zahl der beteiligten Städte nach Einschätzung von Veronika Greiner verdoppeln. Die Beteiligung beim Auftakt stimmte Greiner optimistisch, dass auch in Rüsselsheim 2010 mehr Menschen in die Pedale treten werden. Neben Stadträtin Silke Klinger, die sich den Spaß am Radeln durch den Diebstahl von fünf Fahrrädern seit ihrer Amtsübernahme nicht nehmen lässt, waren am Montag auch SPD-Fraktionschef Jens Grode, die Stadtverordneten Alice Schmitt (SPD) und Achim Weidner (CDU) sowie der Bauschheimer Ortsbeirat Waldemar Müller (SPD) mit von der Partie.
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