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Antikriegsfilm soll Flughafen-Attentäter aufgestachelt haben

Der islamistische Attentäter vom Frankfurter Flughafen ist wahrscheinlich von Szenen aus einem Antikriegsfilm aufgestachelt worden. Nach eigenen Angaben hatte der 21-jährige ...
FRANKFURT/KARLSRUHE.

Der islamistische Attentäter vom Frankfurter Flughafen ist wahrscheinlich von Szenen aus einem Antikriegsfilm aufgestachelt worden. Nach eigenen Angaben hatte der 21-jährige Arid Uka am Abend vor der Tat im Internet ein Video angeschaut, auf dem angeblich US-Soldaten ein afghanisches Mädchen vergewaltigten. Wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, handelt es sich nach vorläufiger Bewertung um Ausschnitte aus dem amerikanischen Antikriegsfilm „Redacted“.
   Uka hatte am 2. März am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten mit Kopfschüssen getötet und zwei weitere schwer verletzt. Der Attentäter hatte in Vernehmungen gesagt, das Video auf „YouTube“ habe seinen Entschluss ausgelöst, amerikanische Soldaten anzugreifen.
   Der im Stil eines Dokumentarfilms gedrehte US-Film „Redacted“ des Regisseurs Brian De Palma handelt von einer Gruppe amerikanischer Soldaten im Irak, die nach einer Hausdurchsuchung ein junges Mädchen vergewaltigen. Die Handlung basiert auf einer tatsächlichen Begebenheit: 2004 vergewaltigten US-Soldaten im irakischen Mahmudija ein 14-jähriges Mädchen und ermordeten es anschließend. Die Soldaten wurden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. „Redacted“ wurde 2007 bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie ausgezeichnet.
   Unterdessen laufen die Ermittlungen über die Hintergründe des Attentats vom Frankfurter Flughafen weiter. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde Uka durch Kontakte im Internet radikalisiert; sonstige Verbindungen zu islamistischen Gruppen sind nicht bekannt. Die Auswertung seines Computers dauere noch an, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Auch werde weiter ermittelt, wie er an die Tatwaffe gelangte.

 

Artikel Text Laenge: 1807

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  • 11. März 2011
  • Von dpa
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