Nach dem Eindruck der Mossautaler Christdemokraten kann das mit dem Rettungsdienst im Odenwaldkreis beauftragte Rote Kreuz bei Notfällen im weitläufigen Gebiet dieser Gemeinde oft die gesetzlich vorgegebene Höchstfrist zwischen Meldung und Eintreffen bei der verunglückten oder akut erkrankten Person nicht einhalten.
Vor diesem Hintergrund nämlich thematisierte die CDU-Fraktion die Versorgung Mossautals mit professioneller gesundheitlicher Soforthilfe bei der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments im Rathaus von Unter-Mossau. Mossautal sei ein „weißer Fleck“ im Einzugsgebiet der Rettungswachen im Odenwaldkreis, beklagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Markus Voigt. Bei fast 100 Notfällen im Jahr 2010 und Unfallschwerpunkten auf der B 460 sowie dem ständigen Risiko lebensbedrohlicher Akuterkrankungen in einem großen Seniorenheim, mehreren Hotels und gastronomischen Betrieben sei eine angemessene Notfallversorgung dringend notwendig, meinte der Christdemokrat. Auf diese aber warte die Gemeinde bisher vergebens.
Wie die Gemeindevertreter dazu feststellten, liegen den lokalen Gremien bisher nur mündliche Auskünfte des Roten Kreuzes und seiner Leitstelle über Einhaltungen und Überschreitungen der Sollzeiten bei Einsätzen in Mossautal vor. Daher wurde dem Gemeindevorstand einstimmig der Auftrag erteilt, schriftliche Auskunft einzuholen und dabei die Protokolle der Leitstelle anzufordern.
Gesundheitliche Soforthilfe zu spät?
Rettungsdienst: Auf Antrag der CDU lässt die Gemeinde die Einhaltung der gesetzlichen Sollzeiten prüfen
MOSSAUTAL.
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