Biogasherstellung und -verwertung bei der Dusenbacher Anlage funktionieren ungefähr wie folgt: Im beheizten Fermenter, der kontinuierlich beschickt wird, vergärt eine Masse, die aus etwa zwei Dritteln Substratpflanzen (gehäckselter Mais, dazu Gras und etwas Getreide sowie Ganzpflanzen-Silage) sowie einem Drittel Gülle und Mist besteht. Beim Abbau dieser organischen Stoffe – unter Abwesenheit von Sauerstoff – wandeln Mikroorganismen die enthaltenen Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette in organische Säuren um. Diese werden von Methan bildenden Bakterien umgesetzt, hierbei entsteht auch Kohlenstoffdioxid. Je höher der Methangehalt des entstehenden Gasgemischs, desto energiereicher ist das produzierte Biogas.
Das unter Tragluftdächern gespeicherte Gas wird von einem Motor angesaugt und verbrannt. Dieser Motor wiederum treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Der Strom wird hochtransformiert und ins öffentliche Netz eingespeist.
Die bei der Biogasherstellung entstehenden Gärreste gelten als hochwertiger und für Pflanzen gut verträglicher Dünger, der in den Wachstumsphasen ausgebracht wird.
Im Vergleich zur Biogasanlage beim Groß-Umstädter Stadtteil Semd (Leistung: 600 kW elektrisch und 733 kW thermisch) fällt der Dusenbacher Betrieb mit einer elektrischen Leistung von 250 Kilowatt (kW) eher klein aus. Weitere kleinere Anlagen stehen etwa bei Landwirten in Erbuch bei Erbach, Roßdorf bei Darmstadt und am bayerischen Untermain.
Aus Maissilage, Gülle und Mist entstehen Strom und Dünger
DUSENBACH.
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