An der Verlegung ihres Grundschul-Standorts aus dem Dorf ins entfernte Beerfelden lässt sich für die Hesselbacher wohl nichts mehr ändern. Um so weniger allerdings wollen sie jede weitere unnötige Belastung für ihre Kinder hinnehmen. Ihre Kritik gilt deshalb dem Fehlen einer Busverbindung nach der vierten Schulstunde.
Wenn vor allem jüngere Hesselbacher Kinder sinnvollerweise früher Unterrichtsschluss haben, können sie damit nichts anfangen: Im Gegensatz zu den meisten Alterskameraden werden sie nicht zeitnah nach Hause gebracht – und das, wo ihre Fahrt schon am längsten dauert. „Da werden wir noch bestraft dafür, dass wir in so einem kleinen Dorf wohnen“, ärgert sich Mutter Sandra Sperl. Nächstes Jahr werden in ihrem Hessenecker Ortsteil drei weitere Kinder eingeschult. „Wir wünschen uns, dass sie nicht mehr benachteiligt werden und unsere Kinder endlich alle nach der vierten Stunde heimkommen können, wenn sie da schon frei haben“, bekräftigt Melanie Grim.
Der letzte Bus kommt in Hesselbach um 16.30 Uhr. Häufig ist er leer, weil schon alle Schüler zu Hause sind, sagt der Busfahrer – und fügt hinzu: „So läuft eben das Leben im Dorf.
Eltern wollen Bus nach vierter Stunde
Infrastruktur: Zusätzliche Wartezeit bei langen Fahrten wird als ungerecht empfunden
HESSELBACH.
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