Im Krankenhaus endete der Brand ihrer Wohnung in einem Erbacher Mehrfamilienhaus am Samstagabend für eine 68 Jahre alte Frau. Sie hatte sich zwar wie alle Mieter des Gebäudes selbst vor den Flammen und den von ihnen ausgehenden Gasen in Sicherheit bringen können, doch bestand nach Einschätzung des medizinischen Rettungspersonals bei ihr der Verdacht auf eine leichte Rauchvergiftung. Die rund ein Dutzend zum Brandzeitpunkt anwesenden Wohnungsnachbarn wurden ebenfalls untersucht, für sie konnte jedoch Entwarnung gegeben werden.
Wie Einsatzleiter Gerd Giebenhain für die Erbacher Feuerwehr berichtete, war die Brandschutzstaffel der Kreisstadt gegen 21.50 Uhr mit der Meldung alarmiert worden, in der Straße An der Zentlinde sei ein Ölofen explodiert. Binnen fünf Minuten am Brandort, konnten die Feuerwehrleute feststellen, dass sich alle Bewohner aus eigener Kraft ins Freie gerettet hatten.
Das gelang insofern nur knapp, als der Rauch zu diesem Zeitpunkt schon so stark vom Treppenhaus Besitz ergriffen hatte, dass die Einsatzkräfte nur noch mit Atemschutzgeräten in die Wohnung vordringen konnten. Dort fanden sie das eigentliche Feuer noch auf einen Raum begrenzt vor, wo sie binnen kürzester Frist löschen konnten.
Eingedenk des fortgeschrittenen Alters und baulicher Besonderheiten des Mehrfamilienhauses behielten die Feuerwehrleute Wohnung und Gebäude aber noch mehrere Stunden im Auge und schalteten auch einen Statiker und einen Schornsteinfeger ein; schließlich aber konnten alle Mieter bis auf die 68 Jahre alte Frau in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Hauptbetroffene allerdings wird sich wohl zumindest vorübergehend eine neue Bleibe suchen müssen: obwohl die Feuerwehr so gezielt vorging. dass kaum Löschwasserschäden entstanden, betrachtet sie die Wohnung wegen Feuer- und Rauchspuren als vorerst unbenutzbar.
Die Zerstörung technischer Geräte und die Verschmutzung weiter Bereiche des Hauses dürften den Schaden in den fünfstelligen Euro-Bereich katapultieren; genaue Schätzungen mochten aber weder die Feuerwehr noch die Polizei abgeben, die noch in der Nacht per Eilmeldung von dem Vorfall informiert hatte und vor Ort die Lage sicherte sowie die Ermittlungen zur Brandursache einleitete; die gemeldete Ofen-Explosion bedarf noch der Überprüfung.
Wehrführer Gerd Giebenhain äußerte sich gegenüber dem ECHO froh über den glimpflichen Ausgang: Ausgangsmeldung, Zahl der bedrohten Personen und Brandobjekt hätten den Einsatz zu einer schweren Herausforderung machen können. Vor diesem Hintergrund setzte Giebenhain ingesamt 30 Feuerwehrleute der Staffeln der Kernstadt und Dorf-Erbachs sein. Analog dazu wurden die professionellen Rettungsassistenten des Rotkreuz-Notdienstes von Sanitätern der DRK-Ortsgruppe Erbach unterstützt.
Dank schneller Hilfe Haus nicht abgebrannt
RisikoBrand – Dank schneller Reaktionen geht der gefährliche Zwischenfall im Erbach glimpflich ab
ERBACH.
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