GAMMELSBACH.
So lange über die anstehende Sanierung der B 45 durch Gammelsbach schon gesprochen wurde, so überraschend kam für viele der Baubeginn. Mindestens ebenso viel Verwunderung aber löst der Umfang der Arbeiten aus - mit dem Gang in die Tiefe des Straßen
profils an mehreren Stellen. Gerüchten, wonach der Bund als Träger hier vor unerwartetem Mehrkosten steht, tritt der Pressesprecher des Straßenbauamts, Arno Krämer, entgegen. Demnach war der Bedarf nach solchen grundhaften Instandsetzungen einkalkuliert. Zudem könne einzelner Mehraufwand mit Einsparungen an anderer Stelle kompensiert werden. Es gebe also keinen Grund, an der Einhaltung des Sanierungskostenetats von 1,5 Millionen Euro zu zweifeln. Zur Wehr setzt sich Krämer auch gegen den Vorwurf, die Möglichkeit einer Offenhaltung der Straße mit einspurigen Bauarbeiten und Ampellösung nicht intensiv genug verfolgt zu haben. Schon aus Sicherheitsgründen sei diese Variante ausgeschieden. Die Straßenbreite betrage nur sechs bis 6,50 Meter und damit einen Meter zu wenig für eine Teilung. Die Gammelsbacher allerdings mutmaßen, dass mit dem Vorgehen in einem Aufwasch schlicht Geld gespart werden solle - dem Bund auf Kosten lokaler Lebensqualität und Wirtschaftskraft. Für Verwunderung sieht Fachstelle keinen Grund
Anwohner-Unmut: Bensheimer Straßenbauamt weist Zweifel an Alternativlosigkeit der Vollsperrung zurück
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