BAD KÖNIG.
Das neue Bad Königer Hilfeleistungs-Löschfahrzeug ist ein Star in der Garage der Kurstadt-Feuerwehr. Das jedenfalls befand Bürgermeister Uwe Veith nun bei der Übergabe des Wagens an seine künftigen Nutzer, die Brandschützer der Kommune. Charakterisiert wird damit ein Gerät, in dem eine gewaltige Investition steckt: Knapp 400 000 Euro hat es mit der nun bereitstehenden Ausrüstung gekostet. Damit tritt an Stelle eines über 30 Jahre altes Löschfahrzeugs der Reihe 16 ein neues Multifunktions-Vehikel. Erfüllt werden so die Vorgaben des Hessischen Innenministeriums zu Funktion und Alter der Feuerwehrautos, die jeweils nach 25 Jahren ersetzt werden sollen. Bei dem neuen Fahrzeug, so analysierte Stadtbrandinspektor Carsten Walther, handelt es sich um eine Kombination, wie sie bei allen Einsätzen als erstes benötigt wird. Sowohl Brandbekämpfungen als auch technische Hilfeleistungen ließen sich damit gezielt einleiten und ausführen. Die umfangreiche Bestückung
mit entsprechendem Inventar leiste hierzu den Hauptbeitrag.Wehrführer Kai Lautenschläger erwähnte den Aspekt, »dass der neue Wagen den ersten Schritt in Richtung des vorgelegten Fahrzeug-Gesamtkonzepts vollzieht«, mit dem sich der Fahrzeugbestand reduzieren lassen soll. Insgesamt hat die Stadt für das Grundfahrzeug 310 0000 Euro, für die feuerwehrtechnische Beladung zirka 75 000 Euro ausgegeben. Durch die Auswahl eines Vorführfahrzeugs wurden 20 000 Euro weniger ausgegeben, als sie für eine Eigenanfertigung fällig gewesen wären. Einen Mehrwert von über 15 000 Euro erbringt zudem die zusätzliche Komponente eines leistungsstarken Lichtmastes zum Ausleuchten von Unfall- oder Brandorten bei Dunkelheit. Wie Wehrführer Kai Lautenschläger hervorhob, folgt aus der Einsatzbereitschaft des neuen Fahrzeugs und den darauf abgestellten Fähigkeiten seiner Mannschaft für die Bevölkerung Bad Königs und seines Umlands »ein großes Stück mehr Sicherheit«. Zugleich erfahre »die anspruchsvolle und ehrenamtliche Arbeit der Einsatzkräfte durch die moderne Technik eine wesentliche Erleichterung«. So seien bei der Fahrzeugbeladung 2000 Liter Löschwasser integriert, des weiteren 200 Liter Schaum und eine Kreiselpumpe, die 3000 Liter Flüssigkeit in der Minute freisetzen könne. Zur Bestückung gehören sieben Atemschutzgeräte, ein hydraulisches Rettwerkzeug der neuesten Generation, ein Stromerzeuger, ein Plasmaschneidegerät, eine Säbelsäge, ein Bohrhammer, Kettensägen und vieles mehr. Platz bietet der Vielzweck-Wagen für den Fahrer und acht Begleiter.Weitere Gäste der Fahrzeugübergabe waren Kreisbrandinspektor Horst Friedrich und für den Lieferanten Klaus Gerhold. Welch hohe Beachtung die Neuausstattung der Bad Königer Feuerwehr findet, äußerte sich bei der Vorstellung im Zuspruch von Brandschützern benachbarter Feuerwehren, Lokalpolitikern und interessierte Einwohner.

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