Für die CDU (9) ziehen ein Ursula Kraft (Listenplatz 7), Ursula Kresnicka (3), Horst Wenner (2), Luigi Urzo (11), Klaus Unger (4), Petra Pfeffer (10), Heinrich Roßkopf (1), Günther Hammann (13) und Andreas Schmidt (6). Nachrücker: Thomas Seidel (5) und Ernst Heil (12).
Die SPD (11) ist vertreten mit Siegfried Hahn (12), Maike Spallek (8), Reiner Kiesel (1), Ulrich Selle (3), Heike Amatruda (2), Peter Kartsch (4), Daniela Schnitzer (5), Roland Engraf (9), Ludwig Wenner (6), Rolf Stübing (7) und Klaus Mölbert (20). Nachrücker sind David Henninger (11) und Siegfried Maul (10).
Für die Grünen (5) kommen Sonja Wehner (1), Kurt Knöbel-Wehner (4), Werner Schmidt (2), Angelika Eigler (3) und Annika Schmidt (5) ins Parlament. Nachrücker: Brigitte Huber (7).
Die drei Fraktionen im Stockstädter Gemeindeparlament sind darauf eingestellt, auch in der neuen Wahlzeit mit wechselnde Mehrheiten zu agieren. Das ist die Quintessenz der Gespräche, die das ECHO mit Parteivertretern führte. Zusammenarbeit oder gar eine Koalition scheinen nicht im Gespräch zu sein.
„Im Grund genommen bin ich zufrieden, wenn ich unser Ergebnis kreisweit vergleiche“, stellt SPD-Spitzenkandidat Reiner Kiesel fest. Die SPD habe mit 0,2 Prozent leicht zugelegt und sei weiter stärkste Kraft. Natürlich hätte es ihn gefreut, wenn es etwas mehr gewesen wäre, denn den zwölften Parlamentssitz habe man knapp verpasst. Kiesel geht davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren weiter mit wechselnden Mehrheiten gearbeitet wird, das habe in der zurückliegenden Periode ganz gut geklappt. Die SPD wolle CDU und Grünen Gespräche zum Personaltableau bei der Besetzung der Gremien und auch zu Sachfragen anbieten.
Das Wahlergebnis der Stockstädter CDU, die zwei Mandate an die Grünen verloren hat, sieht deren Spitzenkandidat Heinrich Roßkopf im Wesentlichen der Atomkatastrophe nach dem Erdbeben in Japan geschuldet. „Die Leute haben Angst“, sagt er. Den Grünen traute man in dieser Sache offenbar mehr. Ändern werde sich dadurch allerdings nichts, so Roßkopf, denn man werde wohl in der Gemeindevertretung weiter mit wechselnden Mehrheiten arbeiten. Das hat nach seinen Worten in der zurückliegenden Wahlzeit gut funktioniert und sei ein gutes Modell für die kommenden fünf Jahre, weil es konstruktive Beratungen möglich mache.
„Im Grunde hat sich nicht viel geändert“, sagt auch Grünen-Sprecher Werner Schmidt. Die SPD habe von der Oppositionsrolle nicht profitieren können, die Verschiebung zwischen CDU und Grünen beruhe zum Teil auf teils dem „Japan-Effekt“. Dies resultiere aber auch daraus, dass die Grünen in der Vergangenheit, beispielsweise bei der geplanten teuren Sanierung der alten B-44-Ortsdurchfahrt, als Regulativ gewirkt hätten. Man sehe sich bestätigt und könne die Arbeit mit einer verstärkten Mannschaft fortsetzen. Es werde sicherlich Gespräche zwischen den Fraktionen geben, um das eine oder andere Thema auszuloten.
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