Akustikprofessor Ivar Veits verweist auf eine andere Größe zur Beschreibung von Lautstärkeeindrücken, die wissenschaftlich untermauert sei und zahlenmäßig der menschlichen Vorstellung besser entspreche: Eine Verdoppelung werde dabei auch durch einen doppelt so hohen Wert ausgewiesen. Es handele sich um die sogenannte Lautheit (sone). International sei festgelegt, dass eine Lautstärke von 40 Phon einer Lautheit von 1 sone entspreche. Jede Lautstärkeerhöhung um zehn Phon entspreche grundsätzlich einer Lautheitsverdopplung. Bei einem Schalldruckpegel von 60 Dezibel etwa werde ein 1000-Hz-Ton mit einer Lautheit von 4 sone wahrgenommen. Neben den Windverhältnissen seien die psychoakustischen Eigenschaften des Gehörs zu berücksichtigen. „Die Wirkung von Lärm auf den Menschen durch irgendwelche Dezibel- oder gar Prozentwerte beschreiben zu wollen, das ist daher schon vom Ansatz her falsch“, sagt Veits. Das Gehör empfinde Lautstärkeänderungen um zehn Phon jeweils als Verdopplung beziehungsweise Halbierung des subjektiven Lautstärkeeindrucks. Dies werde „fälschlicherweise oft ausgelegt, als ob auch Schallpegelerhöhungen um zehn Dezibel den Lautstärkeeindruck verdoppeln“.
Lautheit ist exakter
NAUHEIM.
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.
Merken
|



















