Der Eingriff sieht immens aus: Zu erblicken sind die Fällungen auch von der 200 Meter entfernten Landesstraße 3482. Noch liegen die größten Bäume und Äste kreuz und quer in der Landschaft herum. Kleinere Stämme wurden bereits in handliche Stücke zerkleinert; ein mobiler Schredder läuft fast ununterbrochen. Die Arbeiter sind dick vermummt, um sich gegen die Kälte zu schützen. Am Donnerstagmorgen herrschten in der Kratzenaue Temperaturen von minus zehn Grad.
Die gefällten Weiden standen an einem Feldweg und einer Mähwiese. Bei Wind seien regelmäßig Äste aus den Baumkronen abgebrochen, berichtet Thomas Arnold vom Umweltamt. Die Gemeinde habe sich als Grundstücksbesitzerin zur Fällung entschlossen, „um weitergehende Schäden zu vermeiden“. Dies sei mit der Oberen Naturschutzbehörde und dem Forstamt Groß-Gerau abgestimmt.
Nachdem erste Weiden gefällt worden seien, habe sich die Annahme bestätigt: „Es war höchste Zeit. Das Innere der Bäume war stark vermodert und ausgehöhlt“, sagt Arnold.
Die Lücke, die die fehlenden Weiden in der Baumreihe gerissen haben, werde sich im Laufe des kommenden Sommers schließen, vermutet er. Obwohl das Innere der Baumstämme verfault gewesen sei, würden die Baumstubben aus dem lebenden Holz im Randbereich voraussichtlich wieder kräftig austreiben. Sie bildeten dann einen dichten Gehölzsaum, sagt Arnold.
Im Naturschutzgebiet werden Weiden auf Stock gesetzt
Umwelt – Im Naturschutzgebiet „Erlenwiese und Kratzenau“ werden Weiden auf Stock gesetzt – Innen stark vermodert
NAUHEIM.
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