Kinder leiden stärker als Erwachsene unter Krebs oder einer anderen schweren Erkrankung. Wichtig ist deshalb eine psychosoziale Betreuung vor und nach der medizinischen Behandlung.
Beim Kinderkrebsregister in Wiesbaden werden jedes Jahr bis zu 1800 Kinder unter 15 Jahren registriert, die an Krebs erkrankt sind. Bei einem Drittel handelt es sich um Leukämie, gefolgt von Hirntumoren und Lymphdrüsenkrebs.
Auf ein Spenderorgan warten in Deutschland etwa 12 000 Menschen, darunter sind auch 800 Kinder. Oft sind es angeborene Organfehlbildungen, die bei Kindern eine Transplantation nötig machen.
Herzkranke Kinder müssen oft sehr lange auf ein Spenderorgan warten. Nach Angaben des Bundesverbandes Herzkranke Kinder in Heidelberg tun sich Ärzte auf Intensivstationen oftmals schwer, die Eltern hirntoter Kinder auf das Thema Organspende anzusprechen. Der Verband fordert deshalb spezielle Transplantationsbeauftragte an den Kliniken.
Ein Projekt des Bundesgesundheitsministeriums soll chronisch kranke Kinder und deren Familien durch interdisziplinäre Schulungen unterstützten. Das Projekt ist in Module aufgeteilt und auf drei Jahre angelegt. Weitere Infos im Internet unter www.bmg.bund.de/praevention/kindergesundheit/kindergesundheit.html
Der Elternratgeber „Kinder und Jugendliche mit Diabetes“ richtet sich an betroffene Familien. Beantwortet werden darin Fragen wie: „Was darf mein Kind essen und trinken?“, „Was passiert bei Hypoglykämie?“ und „Wie funktioniert eine Insulinpumpe?“ (Peter Hürter, Wolfgang von Schütz, Karin Lange: „Kinder und Jugendliche mit Diabetes“, Springer, 36,95 Euro, ISBN 978-3-642-20682-5).
Zahlen & Fakten
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