Die bisherigen Räume des Vereins in der Elisabethenstraße 14 sind zwar hell und freundlich eingerichtet, doch es gibt keinen Aufzug und in die verwinkelte Toilette passt kein Rollstuhl. Mitte vergangenen Jahres hatte deshalb die Stiftung des Vereins das Anwesen im Heinrichwingertsweg gekauft. In bester Lage, im südöstlichen Paulusviertel, um den Werteerhalt der Immobilie auf Dauer zu sichern. „Die Stiftung ist ja auch auf Dauer angelegt“, sagt die zweite Vereinsvorsitzende Helga Blechschmidt.
In dem neuen Domizil sollen die Räume im Souterrain und im Erdgeschoss vom Verein genutzt werden, die beiden oberen Stockwerke werden vermietet. Derzeit ist der Architekt Dieter Blechschmidt daran, die Pläne für einen behindertengerechten Umbau zu erstellen. Er ist der Schwager von Helga Blechschmidt, zuletzt war er bis zu seiner Pensionierung Baudirektor der evangelischen Landeskirche. Auf ehrenamtlicher Basis nimmt er sich nun das Haus im Heinrichwingertsweg vor. Da es künftig verstärkt auch von chronisch kranken Kindern genutzt werden soll, müssen einige Barrieren fallen.
„Das fängt schon bei den Treppen vor dem Haus an – die müssen einer Rampe weichen“, sagt Dieter Blechschmidt. Er kennt sich aus mit behindertengerechten Bauten. 26 Jahre lang war er ehrenamtlich in der Diakonie in Nieder-Ramstadt Vorsitzender des Bauausschusses. Auch der Weg zum Haus muss breiter werden. „Da müssen Rollstuhlfahrer und Fußgänger aneinander vorbeikommen“, erklärt er. Die Mindestbreite liege bei 1,50 Metern.
Verbreitert werden müssen vermutlich auch die Türen im Haus selbst. „Von 80 auf 90 Zentimeter“, sagt Dieter Blechschmidt. Kinder-Rollstühle seien allerdings etwas kleiner und schmaler als Rollstühle für Erwachsene, dafür brauche der Einbau von Rampen viel Platz. Umgebaut und vergrößert werden auf jeden Fall die Toiletten und Bäder. „Das müssen wir alles noch klären“, sagt er.
„Wir wollen ohnehin klein anfangen und erstmal sehen, was dank der Spenden überhaupt möglich ist“, beschreibt Helga Blechschmidt die Pläne des Vereins. So ein Umbau sei teuer. Auf jeden Fall, soviel stehe fest, brauche das Gebäude einen Aufzug. Der ideale Platz sei bereits gefunden: Er soll außen am Haus vom Souterrain auf Höhe der Terrasse ins Erdgeschoss führen. Dieter Blechschmidt rechnet allein für den Aufzug mit Kosten von mehr als 100 000 Euro. „Nachträgliche Umbauten sind teuer“, sagt er.
Geplant ist weiterhin im Souterrain ein Raum für die Maltherapie und zum Entspannen. „Mit einer behindertengerechten Schaukel und vielen Bällen“, erklärt Helga Blechschmidt. Kinder mit Handicap hilft ein solcher Snoozelraum, um ihren Körper spielerisch zu spüren. Auch ein Windfang vor der gläsernen Fensterfront sei denkbar – „wenn es nicht zu teuer wird“.
Rampen und Aufzug statt Treppen
Beratungsstelle – Verein will Anfang März ins neue Haus ziehen – Dann beginnt auch der behindertengerechte Umbau
| mehr Bilder |
Bereits Anfang März soll der Umzug in die Büros im Erdgeschoss stattfinden. Der Verein beschäftigt derzeit die Familientherapeutin Berti Stahlecker und zwei 400-Euro-Kräfte. Nach und nach soll das Haus dann behindertengerecht umgebaut werden. „Hier kann sich viel entwickeln. Die Bausubstanz ist hervorragend“, sagt Dieter Blechschmidt begeistert. Auch der Garten des Anwesens werde künftig eine wichtige Rolle bei der Therapie spielen. Zuvor muss allerdings noch der Teich aus Sicherheitsgründen zugeschüttet und ein kleiner Kinderspielplatz eingerichtet werden.
„Die ECHO-Leser werden auf dem Laufenden gehalten“, verspricht Helga Blechschmidt. Geplant sei ein Tag der offenen Tür, bei dem sich jeder, der mag, über die Fortschritte informieren könne. Im Garten hinter dem Haus ist allemal genügend Platz für ein Sommerfest.
„Die ECHO-Leser werden auf dem Laufenden gehalten“, verspricht Helga Blechschmidt. Geplant sei ein Tag der offenen Tür, bei dem sich jeder, der mag, über die Fortschritte informieren könne. Im Garten hinter dem Haus ist allemal genügend Platz für ein Sommerfest.
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.


Merken
|
Die Kontodaten und Tipps zu Angaben und Vermerken gibt es hier.











