Wandschrankgroße IBM-Rechenmaschinen mit Bandspulen, dazu Schaltpulte wie aus „Raumschiff Orion“ in einer fensterlosen, neon-beleuchteten Halle: So sahen die Anfänge des Deutschen Rechenzentrums aus, das nach seiner Gründung 1961 in der Rheinstraße 75 in Darmstadt für die deutsche Wissenschaft bis dahin unerhörte Berechnungs-Kapazitäten bereitstellte.
Die Leistungsfähigkeit der Großrechner wurde bundesweit zur Verfügung gestellt – und von Forschern stark nachgefragt: Rund um die Uhr seien die Maschinen gelaufen, erinnern sich Zeitgenossen, immer wieder seien neue Wissenschaftler mit Kartons voller Lochkarten angereist. Mathematiker, Physiker, auch Wirtschaftswissenschaftler und Archäologen ließen in Darmstadt komplizierte Rechenoperationen durchführen.
Die IBM-Ungetüme stehen längst im Technikmuseum. „Heute hat man auf dem Smartphone ein Mehrfaches an Rechnerkapazität in der Hosentasche“, sagt Markus Schneider, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT). In dieses Institut ist das Deutsche Rechenzentrum vor Jahren aufgegangen. Am Mittwoch wurde gleichwohl der 50. Jahrestag der Gründung des bahnbrechenden Zentrums mit einem Festakt im Darmstadtium gefeiert.
Mit Lochkarten nach Darmstadt
Informatik: Fraunhofer SIT feiert im Darmstadtium den 50. Jahrestag der Gründung des Deutschen Rechenzentrums
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„Unser Thema ist heute ausschließlich IT-Sicherheit“, schildert Schneider die Gegenwart des einstigen Rechenzentrums, dessen Computerraum in der Rheinstraße noch für Besprechungen genutzt werde. Gemeinsam mit TU und Hochschule Darmstadt sowie dem benachbarten „Cased“-Zentrum bildet das SIT einen Forschungsverbund zu dem Thema, der bundesweit führend ist und auch vom Berliner Forschungsministerium jüngst mit erheblichen Fördermitteln bedacht wurden. Daraus wird gegenwärtig ein neues Forschungszentrum gebildet: Das „European Center for Security and Privacy by Design“ (EC-Spride).
IT-Sicherheit sei kein Problem von Computer-Liebhabern mehr, sondern ein „gesamtgesellschaftliches Thema“, erklärte der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Michael Hange, am Mittwoch in seinem Grußwort. Der Forschungsstandort Darmstadt habe sich dabei „einen hervorragenden Ruf erarbeitet“. Auch die Politik habe die Bedeutung des Themas verstanden. Die Zahl der Angriffe nehme „explosionsartig“ zu, sagte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger. IT-Sicherheit sei wichtig für eine Industrienation, zudem ein wachsender globaler Markt.
IT-Sicherheit sei kein Problem von Computer-Liebhabern mehr, sondern ein „gesamtgesellschaftliches Thema“, erklärte der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Michael Hange, am Mittwoch in seinem Grußwort. Der Forschungsstandort Darmstadt habe sich dabei „einen hervorragenden Ruf erarbeitet“. Auch die Politik habe die Bedeutung des Themas verstanden. Die Zahl der Angriffe nehme „explosionsartig“ zu, sagte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger. IT-Sicherheit sei wichtig für eine Industrienation, zudem ein wachsender globaler Markt.
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