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Von der Hauptwache zum Lernzentrum

Schloss: In den ehemaligen Räumen des ersten Polizeireviers finden TU-Studierende nun 42 vernetzte Arbeitsplätze

»Hier habe ich gewohnt, gearbeitet und gelitten«, sagte Walter Laue, Leiter des ersten Polizeireviers, gestern in den frisch eröffneten Räumen des neuen Lernzentrums ...
Das rote Band ist durchtrennt, das neue   Lernzentrum im Schloss eröffnet: Über die neuen Räume freuen sich TU-Vizepräsident Christoph Motzko, der Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften,  Rudi Schmiede, und TU-Kanzler Manfred Efinger.  Foto: Roman Grösser
Das rote Band ist durchtrennt, das neue Lernzentrum im Schloss eröffnet: Über die neuen Räume freuen sich TU-Vizepräsident Christoph Motzko, der Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, Rudi Schmiede, und TU-Kanzler Manfred Efinger. Foto: Roman Grösser

»Hier habe ich gewohnt, gearbeitet und gelitten«, sagte Walter Laue, Leiter des ersten Polizeireviers, gestern in den frisch eröffneten Räumen des neuen Lernzentrums der TU Darmstadt im Schloss. Jahrzehntelang, laut Laue seit mindestens 1930, erhielten Darmstädter hier auf Klingeldruck Einlass zur Hauptwache der Stadt, künftig müssen sich die Studierenden des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften mit ihrem Studienticket an einem Automaten legitimieren, um Zugriff zu einem der 42 Arbeitsplätze zu erhalten.

Einen »zeitlosen Charme« attestierte Kanzler Manfred Efinger den Räumen, die in den vergangenen sieben Monaten für rund 350 000 Euro erneuert wurden. War für Nicht-Polizisten bislang nach wenigen Schritten an einer wuchtigen Rezeption Schluss, ist nun ein freier Zugang zu mehreren aufeinanderfolgenden Räumen möglich.

Als barocke Raumflucht bezeichnet Anette Hochberg vom Baudezernat der TU diese gerade Achse, die einen Blick bis weit nach hinten ermöglicht. Laut Annabel Stolberg-Wernigerode vom Offenbacher Planungsbüro Baurunde wurden hierzu einige Zwischenwände entfernt. Auch die Deckenabhängung ist nun weg und gibt den Blick frei auf eine ausladende Wölbung.

Auf drei Räume verteilt sich das 430 Quadratmeter große Lernareal, 24 Arbeitsplätze stehen im Lernzentrum zur Verfügung. Wo früher die Anliegen der Bürger aufgenommen und Vernehmungen geführt wurden, können sich Studierende künftig mit ihrem Laptop einstöpseln und alleine oder in der Gruppe büffeln. Stühle mit Rollen erhöhen die Flexibilität.

Rund um die Uhr soll das Lernzentrum für TU-Studierende geöffnet sein, sagte Anette Hochberg. Kerngruppe seien Studierende der Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, da der Fachbereich bald im Schloss seine neue Heimat habe.

18 weitere Arbeitsplätze mit voller Computerausstattung stehen im angrenzenden PC-Pool, hier wird es eine Aufsicht und begrenzte Öffnungszeiten geben. Der frühere Aufenthaltsraum der Polizei ist künftig auch vom Glockenhof aus zugänglich.

Der dritte Raum ist den Soziologen um Marek Fuchs vorbehalten. Die empirischen Sozialforscher profitieren hier von einer so genannten Call-Box, ein von mehreren Seiten aus zugänglicher Raum im Raum. Die Wissenschaftler können hier in geschützter Umgebung Forschungsinterviews per Telefon führen und setzen sich dazu an Arbeitsplätze, die mit schallschluckenden Wänden versehen sind. Laut Dekan Rudi Schmiede würden auch Aufträge von außen angenommen werden, etwa für die Stadt Darmstadt.

Für Christoph Motzko, Vizepräsident für Studium und Lehre, ist das neue Lernareal ein wichtiges Element der Hochschulentwicklung und ein weiterer Schritt hin zu besseren Studienbedingungen. Drei weitere Lernzentren mit insgesamt 150 Arbeitsplätzen möchte die TU im kommenden Jahr einrichten: zwei davon an der Lichtwiese, einer am Fachbereich Physik.


 

Artikel Text Laenge: 2859

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  • 03. Dezember 2010
  • Von simo
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