Hessens Boden in 3D – der Computer machts möglich. Der Untergrund des Landes kann nun dreidimensional besichtigt werden. „So können Potenziale für Erdwärme und Rohstoffvorkommen gesucht werden“, teilte die Technische Universität (TU) in Darmstadt am Donnerstag mit. Im Auftrag des Hessischen Umweltministeriums wurde dort ein virtuelles Modell erarbeitet, das den Untergrund bis in rund fünf Kilometer Tiefe darstellt.
Damit will das Ministerium vor allem Gebiete finden, auf denen Erdwärme-Kraftwerke gebaut werden könnten. „Im Oberrheingraben eignen sich die 280 bis 300 Millionen Jahre alten Gesteine der Rotliegend sehr gut“, erläuterte TU-Mitarbeiter Kristian Bär laut Mitteilung, der den geothermischen Teil des 3D-Modells im Rahmen seiner Doktorarbeit entwickelt hat. Das Modell soll online allen Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Als Rotliegend wird eine Zeit bezeichnet, aus der oft auffällig rot gefärbte Formationen stammen.
Hessens Untergrund dreidimensional auf dem Computer
DARMSTADT.
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