Ein an der Technischen Universität Darmstadt (TU) entwickelter Terahertz-Sender erzeugt die höchste Terahertz-Frequenz, die jemals von einem elektronischen Sender erreicht wurde. Gleichzeitig ist der neuartige Sender winzig klein und funktioniert bei Raumtemperatur – damit könnte er neuen Anwendungen der Terahertz-Strahlung den Weg ebnen, etwa bei der zerstörungsfreien Materialprüfung oder der medizinischen Diagnostik. Dies teilte die TU am Donnerstag mit.
Mithilfe einer Strahlung, die alltägliche Materialien wie Kunststoff, Papier, Textilien oder Keramiken durchdringt, ließe sich die Qualität eines Werkstückes zerstörungsfrei prüfen; Verbrennungsprozesse könnten in einem laufenden Motor analysiert, Postpakete und Briefe auf gefährliche biologische Substanzen geprüft werden, ohne sie öffnen zu müssen. All das möglich machen könnte der Mitteilung zufolge die Terahertz (THz)-Strahlung, deren Wellenlänge zwischen einem Zehntelmillimeter und einem Millimeter liegt.
Im Alltag von Forschung und Entwicklung ist die Terahertz-Strahlung laut TU jedoch noch nicht angekommen – sowohl Sender als auch Empfänger von Terahertz-Strahlung sind bislang sehr groß und sehr teuer. Das könnte der TU zufolge mit dem neu entwickelten Darmstädter Sender für Terahertz-Strahlung, der kleiner als ein Quadratmillimeter ist und deren Herstellungsprozess auf mehr oder weniger herkömmlicher Halbleitertechnologie basiert, bald anders werden.
Zudem stellten die Forscher um Dr. Michael Feiginov vom Institut für Mikrowellentechnik und Photonik einen neuen Rekord bei der Frequenz auf, so die TU: Ihre Quelle, eine sogenannte Resonanztunneldiode (kurz: RTD-Diode), sendet mit einer Frequenz von 1,111 Terahertz.
Forscher der Technischen Universität entwickeln neuartigen Terahertz-Sender
DARMSTADT.
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.
Merken
|













