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Um Praxis und Theorie geht es bei den Hochschul- und Informationstagen im Darmstadtium. Im Januar 2011 werden zur Hobit rund 12 000 junge Leute erwartet, die sich an Ständen – im Bild eine Präsentation des TU-Fachbereichs Chemie auf der diesjährigen Hobit – informieren können. Foto: Claus Völker
»Die Zukunft macht wieder Spaß.« Bernhard Meyer, Projektleiter der Darmstädter Hochschul- und Berufsinformationstage schaut der Hobit im kommenden Jahr (25. bis 27. Januar 2011) optimistisch entgegen.
Zum 15. Mal laden Evangelische Fachhochschule (EFH), Hochschule (HDA) und Technische Universität Darmstadt (TU) mit der Agentur für Arbeit und dem hessischen Unternehmerverband Schülerinnen und Schüler aus Darmstadt und Umgebung zu der Infomesse ein. Erstmals steht das komplette Darmstadtium zur Verfügung. »Wir nutzen das Kongresszentrum bis auf den letzten Raum aus«, sagt Meyer, Professor an der EFH. »Die Nachfrage aus der Wirtschaft überstieg die Anzahl der verfügbaren Plätze.«
Hobit
Die Hochschul- und Berufsinformationstage (Hobit) im Darmstadtium beginnen am 25. Januar (Dienstag) und enden am 27. Januar (Donnerstag). Öffnungszeiten täglich von 8 bis 17 Uhr. Details zum Programm gibt es unter www.hobit.de.
Im Wissenschafts- und Kongresszentrum werden die jungen Leute an rund 100 Beratungsständen und in über 200 Vorträgen das erfahren, was sie zu Studien-, Ausbildungs- und Berufseinstiegsmöglichkeiten wissen wollen. Die Veranstalter rechnen mit 12 000 Besuchern. Das Motto »Euphorie, Baby« soll laut Meyer Begeisterung für die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten wecken.
Nach der Wirtschaftskrise und in der Zeit des erhöhten Fachkräftemangels sei die Hobit »Gold wert« für die Unternehmen, sagt Birgit Förster, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit. Die Messe biete eine Plattform der Information und der Ideenfindung. »Die Schülerinnen und Schüler wissen oft gar nicht, wie viele unterschiedliche Berufe es gibt«, sagt sie.
Auch für die Schulabgänger, die studieren wollen, sei die Hobit ein wichtiges Ereignis, so der TU-Vizepräsident für Studium und Lehre, Christoph Motzko: »Die Uni ist mobilisiert.« Man werde bei der Hobit mit allen Gruppen vertreten sein. Ziel sei es, den zukünftigen TU-Studenten das Spektrum der wissenschaftlichen Ausbildung zu präsentieren und ihnen den Einstieg zu erleichtern, sagt der Professor für Bauingenieurwesen.
Die Schüler könnten auf der Hobit Beratungsgespräche führen, auf deren Grundlage sie eine Wahl treffen. »Wir wollen, dass die Studenten von Anfang an Gas geben.« Solide Information sei wichtig, um hohe Abbrecherquoten zu vermeiden.
Das bestätigt HDA-Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Katja Lenz. Sie muss allerdings an ihrer Hochschule mit einer hohen Zahl an »Wechslern« umgehen, deren Anteil bei rund 40 Prozent liegt. Die HDA habe derzeit so viele Studierende wie nie zuvor, dennoch halte man an den hochschultypischen »kleinen Lerngruppen« und der guten Betreuungssituation fest. Auch dies wolle man bei der Hobit den möglichen Studienanfängern vermitteln.
Vielfältige berufliche Entwicklungsperspektiven eröffnen sich laut EFH-Präsidentin Alexa Köhler-Offierski für Absolventen ihrer Hochschule im Zweifalltorweg. Der Bedarf Berufen des Sozial- und Gesundheitswesens steigen stetig an.
»Und die Wirtschaft floriert«, ergänzt Reinhold Stämmler vom hessischen Unternehmerverband. Noch nie habe man so viele Anfragen von Unternehmen für die Hobit gehabt. Wichtig sei für die jungen Leute, »authentische Informationen zu bekommen«. Bei der Hobit könnten im Vorfeld der Berufswahl Fragen geklärt werden, die sonst erst während der Ausbildung auftauchten. »Wir wollen frühzeitig auf die Anforderungen in Beruf und Studium hinweisen.«
Nicht alle Schüler sind jedoch beim Besuch der Messe gut informiert. Zwar werden 40 000 Programme verteilt und die Hobit wird an vielen Schulen vorbereitet. Dennoch habe man auch immer ein paar »Touristen«, sagt Meyer. »Schüler, die nur mal schauen wollen.« Daher arbeite man verstärkt mit Lehrern und Elternbeiräten an den Schulen zusammen, um die Vor- und Nachbereitung der Hobit zu optimieren.
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