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20. Januar 2012 Von Christian Chur

In 40 Jahren fast 40 000 Absolventen

Hochschule – Festakt zum Jubiläum – Gründung 1971 „wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wissenschaftsstadt“

 
Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann würdigte in ihrer Grußrede die gelungene Sanierung des Hochhauses.  Foto: Roman Grösser
| Vergrößern | Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann würdigte in ihrer Grußrede die gelungene Sanierung des Hochhauses. Foto: Roman Grösser
DARMSTADT. 

Die Außen- und Innenarchitektur des grundsanierten Hochhauses der Hochschule Darmstadt (HDA) auf dem Campus Schöfferstraße erscheinen aus einem Guss: unaufdringlich, aber modern und zweckmäßig. Pünktlich zum vierzigjährigen Bestehen der HDA sind die Bauarbeiten am Gebäude abgeschlossen. Die Einweihung des Hochhauses am Donnerstag war dementsprechend der Höhepunkt eines Festakts, der das vierzigjährige Bestehen der Hochschule würdigte.
HDA-Präsident Ralph Stengler blickte in seiner Begrüßungsrede vor mehreren hundert Gästen in die Vergangenheit zurück und machte deutlich, dass die HDA dem städtischen Leben sehr zugute kam: „Hier wurde nicht nur gegen den Vietnamkrieg und gegen Studiengebühren demonstriert, hier machten auch Studenten auf ihre Wohnungsnot aufmerksam.“

Oberbürgermeister Jochen Partsch, der selbst für einige Zeit an der Hochschule tätig war, bestätigte, dass „die Gründung der Hochschule ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wissenschaftsstadt Darmstadt“ war. Mit der frühen Gründung des Fachbereichs Informatik im Jahr 1977 war die Einrichtung ihrer Zeit weit voraus, sagte Partsch weiter.
Mittlerweile besuchen rund 11 000 Studenten die HDA, mehr als 400 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten in der Lehre.
In den 40 Jahren habe die HDA dazu beigetragen, dass insbesondere die Region Südhessen wirtschaftlich, sozial und kulturell vergleichsweise gut dastehe, sagte Stengler. „Wir können stolz darauf sein, in den vergangenen 40 Jahren fast 40 000 Absolventen fachlich bestens ausgebildet und persönlich gereift auf den Arbeitsmarkt entlassen zu haben.“ Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann würdigte die gelungene Sanierung des Hochhauses und wies auf die bereits erfolgte Neugestaltung der benachbarten Mensa in der Schöfferstraße hin. Für die Zukunft werden Mittel des Hochschulpakts 2020 in Höhe von 3,1 Millionen Euro bereitgestellt, um ein neues Hörsaalgebäude entstehen zu lassen, erklärte die Ministerin.

Foto: Roman Grösser
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Foto: Roman Grösser
Den Grußworten der Politiker folgte eine Podiumsdiskussion, die vom HDA-Pressesprecher Martin Wünderlich moderiert wurde. Der Ehemalige Antonio Finas erinnerte sich zwar an chaotische Zustände, aber dafür an eine ungezwungene Atmosphäre gegenüber den Lehrenden: „Die Hochschule war ein Raum, in dem man als Erwachsener angenommen wurde.“

Finas war als Student die treibende Kraft einer Idee, die sich später bundesweit durchsetzen sollte: Er handelte 1991 erstmals ein Semesterticket aus, um den öffentlichen Nahverkehr kostengünstig nutzen zu können. Ein eingespielter Fernsehbeitrag dokumentierte, wie der damals noch junge Antonio Finas das Semesterticket vorstellte.
Der Asta-Referent Alexander Holike bedauerte, dass das Engagement der aktuellen Studentengeneration, sich hochschulpolitisch zu beteiligen, leider abnehme. „Durch die Modularisierung der Studiengänge haben die jungen Menschen weniger Zeit dafür.“ Lob äußerte der Asta-Sprecher dessen ungeachtet für die Sanierung des Hochhauses: „Die Käsereibe ist sehr schön geworden.“
Für das Jubiläumsfest hatte sich die HDA einiges vorgenommen. Das Rahmenprogramm am Nachmittag, das neben Hausführungen auch einen Auftritt des Kabarettisten Vince Ebert bereithielt, endete mit einem großen Campusfest am Abend.
Foto: Roman Grösser
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Foto: Roman Grösser

 
 


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