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03. September 2010  | Von Simon Colin

Zeigen, wo's lang geht

Orientierungssystem: Studenten sollen bei einem Wettbewerb Ideen für den Campus der Hochschule entwickeln

Ideenwettbewerb

Informationen zur Teilnahme am Ideenwettbewerb gibt es auf der HDA-Homepage: www.h-da.de


Auf so manchem Campus ist die Orientierung eine Wissenschaft für sich. Die Hochschule Darmstadt möchte mit Hilfe eines Ideenwettbewerbs für eine verständlichere Navigation sorgen. »Zeigen wo's lang geht - Orientierungssystem Campus Darmstadt« heißt das Projekt, das vom Kompetenzzentrum Lehre plus organisiert wird und an dem sich Studierende aller Fachrichtungen alleine oder in Gruppen beteiligen können.

Anmeldeschluss ist der 15. Oktober, bis zum 31. Dezember müssen die Beiträge eingereicht sein. Dotiert ist der Wettbewerb mit Geldpreisen von insgesamt 2000 Euro, der Sieger erhält 1000 Euro. Laut Oliver Glindemann vom Kompetenzzentrum Lehre plus dient die Fokussierung auf Studierende auch dazu, dass diese sich noch stärker mit ihrem Campus identifizieren.

In erster Linie richte sich das geplante Leit- und Orientierungssystem an die 11 000 Studierenden der Hochschule sowie an Mitarbeiter oder Lieferanten, sagte Oliver Glindemann am Montag im Rahmen einer ersten Informationsveranstaltung an der HDA.

Dort erhielten die Teilnehmer auch einen Kriterienkatalog. Ihm zufolge sollen Lagepläne künftig an allen zentralen Orten vorhanden sein, die Beschilderung einheitlich und am Corporate Design der Hochschule orientiert sein, zudem wetterfest, barrierefrei und beleuchtbar. Darüber hinaus sollte sich das neue Orientierungssystem für die Standorte Darmstadt und Dieburg eignen. Jürgen Follmann, Verkehrsplaner an der Hochschule Darmstadt, riet den Teilnehmern, zunächst einmal am Internetauftritt der Hochschule zu feilen. Lagepläne und Verkehrsanbindungen seien dort schlecht zu finden, dabei sei gerade das Internet für viele Menschen die erste Orientierungsstelle.

Als Datengrundlage für die Wettbewerbsteilnehmer stellte Marcell Biederbick vom »Studentischen Projektbüro Verkehrswesen« die Ergebnisse einer Verkehrsströmemessung im Frühsommer auf dem Campus vor. Demnach sind besonders die Zugänge an der Berliner Allee sowie an der Havelstraße und an der Schöfferstraße stark frequentiert. Die Wegweiser seien hier aber uneinheitlich, »an der Berliner Allee kann man nicht erkennen, dass es dort zur Hochschule Darmstadt geht«, sagte Marcell Biederbick.

In den kommenden Wochen soll an der Hochschule noch stärker für die Teilnahme am Ideenwettbewerb getrommelt werden. Denkbar seien Projekte an Fachbereichen oder projektübergreifende Initiativen, so Marcell Biederbick. Fünf Projektgruppen haben sich bereits gebildet, am Fachbereich Informatik sind Johannes Hanselmann, Tobias Kraft und Marcel Schreeck ein Team. Im vergangenen Semester hatten die Studierenden den Prototyp einer Infoscreen-Software entwickelt, die sie auf das Orientierungssystem übertragen möchten.

Die Idee: in Gebäuden weisen Monitore den Weg, die per Touchscreen bedient werden können. Neben einem Leitsystem könnten so auch Informationen zu Seminaren oder dem Mensaessen aufgerufen werden. Auf Wegen und an Straßen kämen klassische Schilder zum Einsatz. Welche Idee sich am Ende durchsetzt, entscheidet eine sechsköpfige Jury im Februar 2011. Die Preisverleihung ist für März 2011 geplant.


 
 
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