E-Paper | Mobil | Newsletter | RSS RSS
 
 
| |
 
SUCHE: | Erweiterte Suche |
 
| Suchen |
 
 
 
02. Februar 2012  | Von Steffen Huss

Unmittelbar und professionell helfen

Beratung – HDA-Förderverein unterstützt Studierende in Notsituationen


Karolin Racky hat sich viel vorgenommen. Schon seit den Abiturvorbereitungen zieht sie ihr mittlerweile fünf Jahre altes Kind groß, sie studiert Informationsrecht an der Hochschule und finanziert ihren Lebensunterhalt mit Nebenjobs. „Regelstudienzeit ist mein Anspruch - und das werde ich auch schaffen“, sagt sie und ist dabei auf einem guten Weg: Im nächsten Semester steht planmäßig ihre Diplomarbeit an.
Wichtig bei diesem Mammutprogramm ist die Unterstützung durch den „Verein zur Förderung in Not geratener Studierender an der Hochschule Darmstadt“. Seit Jahresbeginn übernimmt der Verein anteilig die Betreuungskosten für ein Kind über sechs Monate. Fünf Studierende erhalten so rund 200 Euro. Karolin Racky ist im ersten Halbjahr 2012 eine der Glücklichen. „Das nimmt mir viel Last von den Schultern, sodass ich mich mehr auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren kann“, erklärt sie.
Seit 2002 gibt es den Förderverein, der aktuell von Hanna Demchenko geleitet wird. Die Ukrainerin studiert Soziale Arbeit und hat selbst ein Kind. „Die Situation, es schwer zu haben als Ausländer oder als Mutter, kenne ich selbst sehr gut“, sagt sie. Bisher hat der Förderverein vor allem mit einmaliger finanzieller Unterstützung geholfen, etwa mit der Überweisung von Krankenkassenbeiträgen und Mietzahlungen oder mit Lebensmittelgutscheinen. Seit diesem Jahr gibt es zwei zusätzliche Projekte: Zum einen die Kinderbetreuung, zum anderen können Gutscheine für das Beratungsangebot der Caritas ausgegeben werden.
„Frühe Hilfen sind die effektivsten“, weiß dessen Direktor Franz-Josef Kiefer. Idealerweise sollte es zum Gespräch kommen, bevor sich problematische Verhaltensweisen einschleifen oder Lebensumstände unerträglich würden. Die Kooperation mit der Hochschule solle dazu beitragen, Studenten eine frühere, weil unbürokratische Beratung zu ermöglichen.
Der Gutschein berechtigt zu drei Beratungsstunden, in denen das weitere Vorgehen in Ruhe geplant werden kann. „Nach drei Gesprächen sieht man schon, in welche Hilfesysteme vermittelt wird“, erläutert Kiefer. Das Angebot der Caritas umfasst Allgemeine Lebensberatung, Schuldnerberatung sowie Sucht- und Schwangerenberatung. Die Infrastruktur dafür ist in Darmstadt und im Umland vorhanden und deckt somit große Teile des Einzugsgebietes der HDA ab.
„Unser Ziel ist es, nicht nur ein Pflaster draufzukleben, sondern strukturell zu helfen“, meint Uli Knoth vom Student Service Center der Hochschule. Wer zum Beispiel durch eine entscheidende Prüfung gefallen sei, der habe oft nicht die Zeit, lange auf ein Gespräch beim Psychologen zu warten. „Dann ist es wichtig, unmittelbar, schnell und professionell helfen zu können.“
Kontakt Informationen gibt es unter www.foerderverein-studierende.de.

 
 
BEWERTUNGEN
  •  
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel zu bewerten. | Anmelden |
Dieses Thema kann nicht kommentiert werden.

 
Wetter: Heute | Morgen |
 
Morgens Mittags Abends
 
 
Darmstadt aktuell:
sonnig, 24°C | Mehr Wetter |
... ... ...
 
ANZEIGE
ESA-Special
 
Willkommen im All! Mit dem ESOC in Darmstadt befindet sich eines der wichtigsten Raumfahrtzentren der Welt in Südhessen. | Mehr |
 
| Alle Artikel anzeigen |
Veranstaltungskalender
 

Veranstaltungen in Südhessen zu Kultur und Kunst, Märkten und Börsen, Party und Disko.

Mehr |
 
ECHO-SHOP
 
SCHON GESEHEN?
 
 
ANZEIGE