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Ist fertig saniert: Das Hochhaus der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) ist in den nächsten Tagen bezugsfertig. Das freut nicht nur Kanzler Gustav Fetzer (rechts) und EHD-Sprecher Tobias Ehrig (links), sondern auch Architekt Thomas Braun. Foto: Claus Völker
Als in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre im Zweifalltorweg die Gebäude der heutigen Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) entstanden, waren dort rund 400 Studierende eingeschrieben. Heute sind es laut EHD-Kanzler Gustav Fetzer 1630. Nicht nur, dass der Platz entsprechend knapp ist. Auch die Sanierung der nunmehr 40 Jahre alten Bauwerke war laut Fetzer dringend notwendig geworden.
Seit Anfang des Jahres nun wird das Hochhaus saniert, das in wenigen Wochen bezugsfertig sein soll. Entsprechend umtriebig geht es auf der Baustelle zu: Die Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke arbeiten nebeneinander, denn schon in der kommenden Woche, wenn die EHD vierzigjähriges Jubiläum feiert, soll das Hochhaus den Gästen präsentiert werden.
40 Jahre EHD
Am Mittwoch (14.) feiert die EHD Jubiläum. Ab 13.30 Uhr diskutieren EKHN-Kirchenpräsident Volker Jung, Martin Hein und Rolf-Dieter Postlep über „40 Jahre Zukunft“ in der Aula der EHD, Zweifalltorweg 12.
Das Gebäude liegt direkt am Zweifalltorweg und wird dort auch ein neues, 100 Quadratmeter großes Entree bekommen. Die Fenster reichen bis zum Boden, alles wirkt hell und freundlich. „Und es ist barrierefrei“, ergänzt Kanzler Fetzer lächelnd. „Darauf achten natürlich die Studenten der Heilpädagogik.“
Das Hochhaus wurde energetisch und technisch saniert, der Brandschutz auf den neusten Stand gebracht. In Zukunft wird es zum Großteil von der Verwaltung genutzt. Deren Mitarbeiter sitzen noch im angrenzenden Gebäude, das außerdem in den Obergeschossen Studenten beherbergt, ab Januar 2012 instandgesetzt wird.
Zudem bekommen die Studenten eine neue, größere Mensa. Derzeit essen sie auf zwei Ebenen in einem Verbindungsbau zwischen Hochhaus und Verwaltung. Ab Ende 2012 soll die Mensa auf einer Ebene ausgebaut werden und zusätzlich einen neuen Innenhof bekommen, umsäumt von Bäumen.
Als dritter Bauabschnitt ist das 1971 gebaute Walter-Rathgeber-Haus an der Reihe. Finanziert wird das insgesamt 9,6 Millionen Euro teure Sanierungsprojekt von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
Den „strammen Terminplan“, den die ineinandergreifenden Sanierungsarbeiten erfordern, will das Architekturbüro Braun und Resler aus Erzhausen natürlich einhalten. Beim Hochhaus ist dies den Architekten trotz der technisch anspruchsvollen Aufgaben gelungen. So mussten sie etwa wegen der relativ geringen Grundfläche mit einem Treppenhaus auskommen, das auch als Fluchtweg im Fall eines Feuers dienen soll. Dieses wurde in einen „Sicherheitstreppenraum“ umfunktioniert, um keinen Platz zu verlieren.
Durch die energetische und technische Sanierung habe man im Hochhaus auch „gestalterisch aktiv“ werden können, sagt Architekt Thomas Braun. Das gelungene Ergebnis sind zurückhaltende Formen, helle Farben und verschiedene Grüntöne auf den acht Geschossen. Hell ist auch die Fassade mit ebenfalls dezenten, grünen Farbtupfern.
Neben der Verwaltung werden auch Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter dort Räume beziehen. Außerdem gibt es einen Bewegungsraum, neben dem neuen Foyer einen großen Konferenzraum – und eine Terrasse auf dem Dach mit großartigem Blick über Darmstadt.
Wenn Mitte Januar die Verwaltung ins Hochhaus umgezogen ist, geht es sofort mit dem Gebäude und dem Zwischentrakt weiter. In der Mensa werden 120 Plätze zur Verfügung stehen, hinzu kommen öffentliche Computerplätze. Das ehemalige Verwaltungsgebäude wird zu einem Seminar- und Hörsaalzentrum umgestaltet, auch die Zimmer des Studentenwohnheims werden saniert. Und wenn alles glatt läuft, so EHD-Sprecher Tobias Ehrig, ist bis zum Wintersemester 2012/2013 alles fertig.
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