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05. Juli 2011  | e

ESA veröffentlicht Meereiskarte

Der Satellit CryoSat liefert aus einer Höhe von etwas mehr als 700 Kilometern präzise Messdaten der Arktis

Eine detaillierte Karte, die die Dicke des Meereises in der Arktis zeigt, hat die ESA aus Daten des Satelliten CryoSat erstellt. Grafik: ESA
| Vergrößern | Eine detaillierte Karte, die die Dicke des Meereises in der Arktis zeigt, hat die ESA aus Daten des Satelliten CryoSat erstellt. Grafik: ESA

Eine detaillierte Karte, die die Dicke des Meereises zeigt, hat die ESA Ende Juni auf der Pariser Luft- und Raumfahrtausstellung veröffentlicht. Der Satellit CryoSat hatte in den letzten sieben Monaten aus einer Höhe von etwas mehr als 700 Kilometern und einer zuvor unerreichten Breite von 88 Grad präzise Messdaten geliefert, um die Veränderungen in der Dicke der Eismassen der Erde zu untersuchen. Diese neuen Informationen sollen laut einer Mitteilung der ESA dabei helfen, das Verständnis von der komplexen Beziehung zwischen Eis und Klima zu erweitern.
Satellitenbeobachtungen hätten demnach bereits gezeigt, dass das Meereis in der Arktis zurückgeht. Im Frühjahr 2011 wurde laut ESA die drittniedrigste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen beobachtet. Um jedoch die Auswirkungen des Klimawandels auf die empfindlichen Polarregionen ganz zu verstehen, müsse genau erkundet werden, wie sich die Dicke der Eismassen verändert.
Unglücklicherweise ging der erste CryoSat-Satellit 2005 bei einem fehlgeschlagenen Start verloren. Nach dem Start des Ersatzsatelliten im April 2010 konnte nun die ersten Eisdickekarten erstellt werden.
CryoSat misst die als Freibord bezeichnete Höhe des Meereises über der Wasserlinie, um daraus die Dicke des Eises zu berechnen. Die für diese erste Karte der Arktis verwendeten Messdaten stammen aus den Monaten Januar und Februar 2011, als das Eis sein jährliches Maximum erreichte. Auch von der Antarktis wurde eine neue Karte erstellt, die die Höhe der Eisdecke zeigt. Dies ist laut ESA jedoch eine vorläufige Version, da noch weitere Daten benötigt würden.

 
 


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