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28. Juni 2011  | Von Sabine Schiner

Weltraumtechnik auf dem Heinerfest

Wissenschaft: Esoc will Darmstädtern die Raumfahrt näher bringen – Ausstellung mit Satellitenbildern im Weißen Turm

Angesteckt mit dem Raumfahrt-Virus: Esoc-Sprecherin Jocelyne Landeau-Constantin. Foto: Esoc
| Vergrößern | Angesteckt mit dem Raumfahrt-Virus: Esoc-Sprecherin Jocelyne Landeau-Constantin. Foto: Esoc




Auf dem 61. Heinerfest, das am Donnerstag (30.) beginnt, ist das Raumfahrtkontrollzentrum Esoc zum ersten Mal vertreten. Geplant sind ein Weltraum-Quiz, ein Raketenbau-Workshop und eine Ausstellung im Weißen Turm mit Satellitenbildern von der Erde. Für Jocelyne Landeau-Constantin, Chefin des Pressebüros, ist der Auftritt auf dem Heinerfest eine gute Möglichkeit, um die Faszination der Technik den Darmstädtern nahe zu bringen.


ECHO: Frau Landeau-Constantin, auf dem diesjährigen Darmstädter Heinerfest können die Besucher auch das Weltall erkunden. Wissenschaft und Rummelplatz – wie passt das denn zusammen?

Jocelyne Landeau-Constantin: Unsere Teilnahme hat einen doppelten Hintergrund: Raumfahrt den Leuten näher zu bringen und der Stadt Darmstadt einen zusätzlichen wissenschaftlichen Magneten anzubieten und die ESA – sie ist seit 1967 in Darmstadt – dort zu verankern. Außerdem leben die meisten Angestellten in der Region und genießen das Heinerfest, mit Familie und Freunden. Das Heinerfest beinhaltet einen Kulturteil, der auch Spaß machen kann. Wir zeigen Bilder unserer Erde und unser erstklassiger Esoc-Chor wird auch auftreten.
ECHO: Das Weltall und die Weltraumtechnik scheint Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu faszinieren: Trifft das auch auf Sie zu?

Landeau-Constantin: Das Raumfahrt-Virus hat mich unbemerkt mit der Mondlandung 1969 infiziert. Daraufhin flachte mein Interesse etwas ab. Dann kam 1988 der Einstieg in die ESA. Da habe ich festgestellt, dass mein Virus von 1969 noch intakt war. Seitdem habe ich jeden Tag gestaunt, wie viele Bereiche Raumfahrt zusammenbringt: Wissenschaft, Ingenieurwesen, Politik, Soziologie und vieles mehr.
Je mehr ich erfahre, desto mehr möchte ich lernen. Es gibt kaum Gebiete in der Welt, die Neugier und Faszination ununterbrochen kombiniert. Die Umweltbilder zeigen wie schön und gefährdet unsere Erde ist. Die Astronomiebilder erwecken Fragen und ermahnen uns zu Bescheidenheit. Die Kunst des Ingenieurwesens fesselt die Wissenschaftler in vielen Fachbereichen und die Astronauten lassen uns mitreisen. Ich habe noch keinen anderen Bereich mit so viel Potenzial gefunden.

ECHO: Sind denn weitere Kooperationen geplant?

Landeau-Constantin: Wir arbeiten eng mit der Stadt Darmstadt, unterstützen das Umweltdiplom und den Girls-Day, tragen zu der Wissenschaftsreihe in der Centralstation bei und öffnen unsere Türen den Besuchern. Jedes Jahr sind es im Schnitt mehr als 15 000, die dieses Angebot nutzen und sich über unsere Arbeit informieren. Die ESA wird auch bald Partner der Kinder-Uni. Die Liste wird noch wachsen.

 
 


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