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Vorwärts mit Luftballon-Antrieb

Physikwettbewerb: Viktoriaschüler gestalten mit einfachen Mitteln Fahrzeuge, die möglichst weit kommen sollen -Die Konstruktion des Sieger-Duos schafft eine Strecke von 5,69 Metern - Eigene Wagenkonstruktionen mit Holzspießachsen und Rädern, die rund laufen: ,,Das war das Schwierigste überhaupt"

Peng. Mit einem Knall zerplatzt der Ballon, mit dem Zehntklässler Stanislav Macko eigentlich seinen Langstreckenrenner auf die Piste schicken will. Und Physiklehrer Günter ...

Peng. Mit einem Knall zerplatzt der Ballon, mit dem Zehntklässler Stanislav Macko eigentlich seinen Langstreckenrenner auf die Piste schicken will. Und Physiklehrer Günter Sauer ist auch nicht ganz unschuldig an der Ballonexplosion, hat er doch auf mehr Luft im Ballon gedrängt.

Einen Tag vor Ferienende wurde am Donnerstag an der Viktoriaschule der jährliche Physikwettbewerb veranstaltet. In diesem Jahr bestand die Aufgabe darin, ein Fahrzeug zu bauen, das mit einem einfachen Antrieb möglichst weit fährt. Baumaterialien waren unter anderem Klebstoff, Holzspieße, Plastikröhrchen, Gummibänder, Luftballons, Kabelbinder, Büroklammern und Bierdeckel. Zusätzliche Teile waren verboten, Material weglassen war erlaubt.

Der diesjährige Physikwettbewerb orientierte sich am VDI-Wettbewerb (Verein Deutscher Ingenieure), der Mitte Juni in Mannheim stattfand. Dort hatten die Viko-Schüler Stanislav Macko und Sebastian Bialas (11. Klasse) mit ihrem Fahrzeug den zweiten Platz belegt.

Nachdem zwei Lehrer als Rennkommissare die regelkonforme Fahrzeugkonstruktion bestätigt hatten, gingen die sechs Gruppen im zweiten Stock vor den Physikräumen an den Start. ,,Der Boden ist glatter als im Schulhof", meinte Günter Sauer - auch mit Blick aufs Thermometer: ,,Hier drin ist es nicht so warm."

So verschieden die Fahrzeuge auch aussahen, die meisten wurden vom Rückstoß angetrieben. Aufgeblasene Luftballons speicherten die Antriebsenergie, die sie - entsprechend auf dem Fahrzeug eingespannt - nach hinten abgaben. Ein Luftballonraketenantrieb, wenn man so möchte. Es war nicht möglich, einen Motor aus einem verdrillten Gummiband wie bei Spielzeugflugzeugen zu bauen, erklärte Stanislav Macko. Der Gummibandmotor hatte ein zu großes Drehmoment, ,,die Räder sind immer durchgedreht". Die Befestigung der Räder an den Holzspießachsen sei das Schwierigste gewesen.

Nur eine Gruppe setzt auf Schub aus dem Ballon, das Fahrzeug ist eine einfache Papierrolle. Startausfälle prägen den ersten Durchgang. ,,Drei, zwei, eins, los", zählt Sauer herunter, aber der Luftballon löst sich von der Startnummer eins und zischt durch den Flur. Ebenso wenig voran kommt eine Rakete auf Büroklammer-Kufen. So rutschig ist der Flurboden dann doch nicht.

Ein Modell mit zwei Ballons, zwei Rädern und einer aus Kabelbinder geformten Stützkufe vorne hat zwar viel Power, aber einer der zwei Ballons schleift auf dem Boden, was doch zu sehr bremst - 82 Zentimeter. Die mit heißer Ballonluft vorangepustete Papierrolle kommt immerhin auf 1,56 Meter.

Siegerinnen mit 5,69 Metern werden schließlich Natalie Beer (9. Klasse) und Saskia Martens (10. Klasse). Zweite werden Stanislav Macko und Sebastian Bialas. Beer und Martens haben einen vierrädrigen Wagen konstruiert und den Luftballon an einem der Plastikröhrchen stabil befestigt. Für den Bau des Wagens brauchten sie immerhin schon mal drei Stunden. ,,Das Schwierigste überhaupt war, dass die Räder rund laufen."


 

Artikel Text Laenge: 2949

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  • 03. Juli 2010
  • Von mawi
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