Von weitem sieht man die »Lichtzipfel« auf dem Luisenplatz. Es riecht nach frischen Waffeln, gebrannten Mandeln, Glühwein und Bratwürsten. Das Kinderkarussell ist gut besetzt. Zum letzten Mal locken die physikalischen Experimente der »Phaenomenta« Kinder jeden Alters ins Luisencenter. Die Kleineren basteln mit Julia Maldonado von der Katholischen Jugend Laternen für den Martinsumzug. Viele Familien mit Kindern sind unterwegs. Um drei Uhr ist die Stadt voll Menschen: Darmstadt feiert den verkaufsoffenen Sonntag.Auf dem Ludwigsplatz wartet eine Grillhütte. Es duftet nach frischem Lebkuchen und nach Würsten. Im Märchenzelt basteln die Kinder mit Julia Wurzel Martinslaternen. Außerdem wartet hier die Märchenerzählerin Gudrun Bildau. Ihr Repertoire besteht aus Volksmärchen, sie hat aber auch eigene Geschichten mitgebracht. Um halb sieben, wenn der Laternenzug vom Luisenplatz über die Wilhelminen- und Elisabethenstraße hierher kommt, wird sie am Brunnen sitzen und den Kindern die Legende vom Heiligen Martin erzählen.Wem die Schlange vor dem Brezelstand zu lange ist, verkürzt sich die Wartezeit mit einem Glas Heiße Zitrone aus der Einhorn-Apotheke. Und natürlich wird eingekauft, denn überall gibt es Sonderrabatte. An der Ecke Elisabethenstraße/Wilhelminenstraße spielt ein Straßenmusikant gekonnt auf dem Vibrafon den Radetzky-Marsch. Im »Boulevard« zeigt Sabine Gebhardt mit ihren Freundinnen den Kindern, wie man mit recht wenig Aufwand eine bunte Laterne bastelt. Und bei Karstadt wartet ein außergewöhnlicher Adventskalendermarkt. Eine junge Frau mit Schaftstiefeln und hautengen Jeans verlässt mit zwei dicken Tüten den Kaufhof. Sie pausiert bei einem heißen Apfelwein am Weißen Turm. »Das könnten sie jetzt bis Weihnachten jeden Sonntag machen«, sagt sie und lacht, »als Berufstätige freut man sich doch, wenn man mal in Ruhe einkaufen kann.« Das scheint anderen auch so zu gehen. Der Fotograf Werner Kumpf weist im Weißen Turm auf eine Foto-Ausstellung über Peru hin. »Die Menschen sind gut drauf heute«, weiß er, »sie spenden ordentlich für Peru, vor allem, seit wir keinen Eintritt mehr verlangen.«Der Glühweinduft rund um den Weißen Turm vermittelt einen Hauch von Vorweihnachtszeit. »Jetzt fehlt nur noch die Weihnachtsbeleuchtung«, sagt Christa aus Pfungstadt. Sie trinkt mit einer Kollegin Punsch bei Salm und hat eine H+R-Tüte zwischen den Beinen stehen. »Überhaupt sollte man den Weihnachtsmarkt auf Anfang November vorverlegen«, findet die Freundin und hebt ihr Glas, »kalt genug ist es ja.«
Stimmung wie beim Weihnachtsmarkt
»Die Leute sind gut drauf heute«
Von weitem sieht man die »Lichtzipfel« auf dem Luisenplatz. Es riecht nach frischen Waffeln, gebrannten Mandeln, Glühwein und Bratwürsten. Das Kinderkarussell ist gut besetzt. Zum letzten Mal locken die physikalischen Experimente der »Phaenomenta« Kinder jeden Alters ins Luisencenter. Die Kleineren basteln mit Julia Maldonado von der Katholischen Jugend Laternen für den Martinsumzug. Viele Familien mit Kindern sind unterwegs. Um drei Uhr ist die Stadt voll Menschen: Darmstadt feiert den verkaufsoffenen Sonntag.Auf dem Ludwigsplatz wartet eine Grillhütte. Es duftet nach frischem Lebkuchen und nach Würsten. Im Märchenzelt basteln die Kinder mit Julia Wurzel Martinslaternen. Außerdem wartet hier die Märchenerzählerin Gudrun Bildau. Ihr Repertoire besteht aus Volksmärchen, sie hat aber auch eigene Geschichten mitgebracht. Um halb sieben, wenn der Laternenzug vom Luisenplatz über die Wilhelminen- und Elisabethenstraße hierher kommt, wird sie am Brunnen sitzen und den Kindern die Legende vom Heiligen Martin erzählen.Wem die Schlange vor dem Brezelstand zu lange ist, verkürzt sich die Wartezeit mit einem Glas Heiße Zitrone aus der Einhorn-Apotheke. Und natürlich wird eingekauft, denn überall gibt es Sonderrabatte. An der Ecke Elisabethenstraße/Wilhelminenstraße spielt ein Straßenmusikant gekonnt auf dem Vibrafon den Radetzky-Marsch. Im »Boulevard« zeigt Sabine Gebhardt mit ihren Freundinnen den Kindern, wie man mit recht wenig Aufwand eine bunte Laterne bastelt. Und bei Karstadt wartet ein außergewöhnlicher Adventskalendermarkt. Eine junge Frau mit Schaftstiefeln und hautengen Jeans verlässt mit zwei dicken Tüten den Kaufhof. Sie pausiert bei einem heißen Apfelwein am Weißen Turm. »Das könnten sie jetzt bis Weihnachten jeden Sonntag machen«, sagt sie und lacht, »als Berufstätige freut man sich doch, wenn man mal in Ruhe einkaufen kann.« Das scheint anderen auch so zu gehen. Der Fotograf Werner Kumpf weist im Weißen Turm auf eine Foto-Ausstellung über Peru hin. »Die Menschen sind gut drauf heute«, weiß er, »sie spenden ordentlich für Peru, vor allem, seit wir keinen Eintritt mehr verlangen.«Der Glühweinduft rund um den Weißen Turm vermittelt einen Hauch von Vorweihnachtszeit. »Jetzt fehlt nur noch die Weihnachtsbeleuchtung«, sagt Christa aus Pfungstadt. Sie trinkt mit einer Kollegin Punsch bei Salm und hat eine H+R-Tüte zwischen den Beinen stehen. »Überhaupt sollte man den Weihnachtsmarkt auf Anfang November vorverlegen«, findet die Freundin und hebt ihr Glas, »kalt genug ist es ja.«
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