Die Kandidatur von Oberbürgermeister Walter Hoffmann für eine zweite Amtszeit ist gescheitert. Der SPD-Unterbezirksvorstand sprach sich gestern Abend gegen eine Nominierung des Amtsinhabers für die Direktwahl im März nächsten Jahres aus. Bei der geheimen Abstimmung lehnten elf Vorstandsmitglieder Hoffmanns Bewerbung ab, acht stimmten für ihn, zwei Vorstände enthielten sich. Heute Abend will der Vorstand erneut zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.
Offenbar war die Weigerung Hoffmanns, bei der Kommunalwahl auch als Spitzenkandidat auf der SPD-Liste aufzutreten, Grund für die Niederlage. Nach Angaben von SPD-Parteichef Wolfgang Glenz hätten die Genossen ,,massiv an Hoffmann appelliert", Platz eins zu besetzen, um die Geschlossenheit von Oberbürgermeister und Partei zu dokumentieren. Hoffmann lehnte dies jedoch nachhaltig ab, weil er als Oberbürgermeister ohnehin nicht ins Parlament einziehen könne.Nicht nur darüber gab es in der Vorstandssitzung Unmut. Während der Diskussion über die OB-Kandidatur kritisierten führende Sozialdemokraten Hoffmanns Stil, unter anderen klagten sie über fehlende Kommunikation. Dies alles hat nach Ansicht von Parteichef Glenz ,,zu einem Gebräu geführt, das sich in der Abstimmung entladen hat. Glenz sprach gegenüber dem ECHO von einer ,,sehr schwierigen Situation für die Partei".SPD lässt Oberbürgermeister Hoffmann fallen
Direktwahl: Unterbezirksvorstand lehnt Kandidatur des Oberbürgermeisters für Direktwahl ab - Glenz: ,,Sehr schwierige Situation für die Partei"
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DARMSTADT.
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