Derzeit werden Holzpellets zwar noch aus Abfallprodukten der Holzindustrie hergestellt. Bei steigender Nachfrage ist aber nicht gewährleistet, dass das auch so bleibt. Mit der Frage, wie Pelletheizungen dann mit anderen Systemen möglichst effizient kombiniert werden könnten, beschäftigt sich eine Studie des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) in Darmstadt.
Geprüft wird, die Biomasseheizung mit der Wärmerückgewinnung aus Abluft und einer thermischen Solaranlage zusammenzubringen. „Die Komponenten sind alle schon da“, erklärt Nikolaus Diefenbach vom IWU. „Allerdings müssen sie richtig miteinander verknüpft und geregelt werden.“ Anwendungsreif sei das längst noch nicht.
Die Kombisysteme sollen es künftig erlauben, in Altbauten mit geringem CO²-Aufwand zu heizen, gleichzeitig aber auch den Verbrauch an Biomasse, also Holz, minimal zu halten. „Dann würde die Holzpelletheizung im besten Fall nur noch zur Spitzenlastabdeckung gebraucht, an den allerkältesten Tagen“, erläutert Diefenbach. Für Neubauten heißt das Mittel der Wahl laut Studie dagegen Passivhaus-Standart: Sie sollten dank guter Dämmung und Wärmerückgewinnung keine Heizung benötigen.
Mit Holz und Sonne
Kombisysteme – Kluge Mischungen sollen auch künftig nachhaltiges Heizen ermöglichen
DARMSTADT.
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