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Mal Neuseeländer, mal Brahma-Hahn

Lokalschau – : Kleintierzuchtverein Darmstadt-Arheilgen H 3 präsentiert seine Tiere und erinnert an ein Ehrenmitglied

„Ach, ist das süß. Darf ich das Kaninchen mal auf den Arm nehmen?“ Die Augen der zwölfjährigen Sofie schauten am Sonntagmorgen wie gebannt auf das ...
Repäsentativ: Der weiße Neuseeländer von Züchter Alexander Eck. Foto: Roman Grösser
Repäsentativ: Der weiße Neuseeländer von Züchter Alexander Eck. Foto: Roman Grösser


„Ach, ist das süß. Darf ich das Kaninchen mal auf den Arm nehmen?“ Die Augen der zwölfjährigen Sofie schauten am Sonntagmorgen wie gebannt auf das schwarze kuschelige Tier in seinem Stall. Ein Hauch von Streichelzoo lag über dem Saal des Goldnen Löwen in Arheilgen. Dort hatte der Kleintierzuchtverein Darmstadt-Arheilgen H 3 rund 140 seiner Tiere ausgestellt.
Kaninchen, Tauben und Hühner gab es Samstag und Sonntag bei der „Heinrich Hergert Gedächtnislokalschau“ zu bewundern, zu der der Verein in Erinnerung an sein Ehrenmitglied, das vergangenes Jahr verstorben ist, eingeladen hatte. „67 Jahre gehörte Heinrich Hergert dem Verein an“, erzählt Frank Klatt, Vorsitzender und mit 41 Jahren einer der Jüngsten. „Wir haben 58 Vereinsmitglieder, davon sind zehn Aktive.“

Mit der Lokalschau wollen sie die Bindung an die Arheilger Bevölkerung stärken, sich präsentieren und um neue Mitglieder werben. „Kleintierzucht ist zeitaufwändig und passt nicht wirklich in die moderne Freizeitgestaltung von jungen Menschen“, erklärt Klatt weiter. Auch er habe mit 200 Cochin-Hühnern, die er in Zuchtgemeinschaft mit seinem Freund Rolf Wesp auf dem Vereinsgelände in der Weiterstädter Landstraße hält, nicht immer die Möglichkeit für Spontaneität. „Wir tragen Verantwortung für Lebewesen, das ist halt nicht vergleichbar mit dem Besuch eines Fitness-Studios, wo ich hingehe oder es bleiben lasse“, lächelt Klatt.
Auf der Lokalschau wird schnell sichtbar, wie viel Arbeit in dem Hobby steckt. Am Samstag wurden die Tiere durch Preisrichter bewertet. Die Note „vorzüglich“ ging beispielsweise an eine Taube der Rasse Genuine Homer von Züchter Hans Heinrich Eißler, die mit ihrem Farbschlag „Schimmel“ besonders schön ist. Aber auch der Zwerg-Brahma-Hahn von Klatt und Wesp kommt bei den Preisrichtern gut an: 96 von 97 Punkten erreicht der Hahn, der mit seinen rebhuhnartig gebänderten Federn besonders edel wirkt. Für das Publikum ist die Bandbreite an Farben und Muster der Federviecher ein wirklicher Hingucker.

„Es ist auch eines unserer wichtigsten Ziele, den Erhalt der alten Nutztierrassen zu unterstützen“, erläutert der Vorsitzende. Mehr als 200 alte Hühnerrassen gibt es, doch zur Fleischherstellung oder Eierproduktion sei man zu 85 Prozent von einem „Wirtschaftshybrid“ umgeben, „das ist schade und nicht in unserem Interesse“.
Klatts Tiere, die auch auf Landes- und Bundesebene Preise abgeräumt haben, zählen zu einer der größten Hühnerrassen der Welt. Mit durchschnittlich fünf Kilo Lebendgewicht dienen auch sie der Fleischerzeugung. „Es ist wichtig, die natürliche Vielfalt zu bewahren“, so die Forderung des Vorsitzenden.
Interessierte können gerne zum monatlichen Vereinstreffen kommen jeden dritten Freitag im Goldnen Löwen. Anmeldung direkt bei Frank Klatt, Dianastraße 26, Arheilgen.

 

Artikel Text Laenge: 2957

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  • 05. Dezember 2011
  • Von iris
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