Krach der Dezernenten um die Schullandschaft
Bildung: Molter präsentiert eine eigene, neue Landkarte - zum Unmut von Fleischmann
Auf dem Weg zum ersten gemeinsamen Schulentwicklungsplan für die Stadt Darmstadt und den Kreis Darmstadt-Dieburg haben sich die Schuldezernenten Dierk Molter (Darmstadt) und Christel Fleischmann (Kreis) zerstritten. Nachdem FDP-Mann Molter am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung die festgezurrten Bildungsregionen für Darmstadt einseitig neu definierte, gab der Grüne Fleischmann postwendend eine Gegen-Pressemitteilung heraus. ,,Ich appelliere an Molter, jetzt Ruhe zu bewahren. Unser gemeinsames Projekt erfordert Stehvermögen." Molter handelt offenbar unter dem Eindruck von Elternprotesten: ,,Darmstädter von Eberstadt bis Wixhausen, die ihr Kind auf ein Darmstädter Gymnasium schicken, können dies auch weiterhin tun, schon allein aus Gründen der Wohnortnähe", sagt der Liberale. Er will nun Abstand nehmen von der ,,rein optischen Durchtrennung" der städtischen Gebiete und sich für die Einbeziehung aller Stadtteile in einen Planungsbereich aussprechen, zusammen mit Mühltal, Ober-Ramstadt, Roßdorf, Messel und Griesheim. In den weiteren Verhandlungen solle sichergestellt werden, dass die derzeit 25 Eingangsklassen der Jahrgangsstufe fünf an den Gymnasien auf keinen Fall vermindert, sondern bei Bedarf aufgestockt werden.Fleischmann betonte, ,,wir werden über all das zu reden haben. Wir müssen uns ja bis aufs Komma abstimmen." Dass Molter vorpresche und dann zwei Wochen in Urlaub fahre, sei nicht in Ordnung.
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