In der Justizvollzugsanstalt Darmstadt ist wieder Knast-Marathon. Fast 200 Läufer machen sich an diesem Sonntag (15.Mai) auf die 42,195 Kilometer lange Strecke. Das sportliche Ereignis hinter Gefängnismauern gibt es zum fünften Mal. Rund 150 Teilnehmer sind so genannte Externe, Sportler von draußen. Etwa 40 Läufer sind Häftlinge, die meisten aus der JVA Darmstadt. Der Marathon ist Teil des Resozialisierungskonzeptes. Auf die Schnelligkeit kommt es gar nicht an. „Wenn einer so etwas geschafft hat, gelingt es ihm auch draußen, Verlockungen zu widerstehen“, sagt JVA-Chef Dieter Heinzmann. In der JVA gibt es rund 600 Inhaftierte - alles Männer.
Die Häftlinge trainieren ein halbes Jahr lang, fast jeden Tag und bei jedem Wetter. „Die mentale Ausdauer ist nach der Haft enorm wichtig“, erklärt Sportbeamter Gerhard Wydra. Exakt 1,758 Kilometer ist eine Strecke lang, geprüft vom hessischen Leichtathletikverband. 24 Mal muss die Runde absolviert werden. Sie führt vorbei an Sicherheitsbeamten, Häftlingen, Gefangenenhäusern. Immer ist der Stacheldraht oben auf der Gefängnismauer im Blick. Läufer von draußen beschreiben den Knast-Marathon als „ungewohnt, aber klasse“.
Knast-Marathon in der JVA
DARMSTADT.
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