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Hühnersuppe zum Poetry-Slam

Weststadtlofts: Udo Drees bietet einen Ort zum Arbeiten, Feiern und für Kultur an – Wechselnde Fotoausstellungen

Eine einladende Helligkeit prägt den lichtdurchfluteten Raum. Viele Fenster und weiße Wände bilden den Rahmen für die Bilder, die hier präsentiert werden – ...
Ort für Kultur: In seinen Weststadtlofts bietet  Udo Drees Fotoausstellungen an, aber auch  Koch-Veranstaltungen und Poetry-Slams. Auch wer  auf Zeit ein Büro braucht, findet dort geeignete Flächen.  Foto: Roman Grösser
Ort für Kultur: In seinen Weststadtlofts bietet Udo Drees Fotoausstellungen an, aber auch Koch-Veranstaltungen und Poetry-Slams. Auch wer auf Zeit ein Büro braucht, findet dort geeignete Flächen. Foto: Roman Grösser



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Die Weststadtlofts befinden sich im Neuwiesenweg 2, das ist eine Verbindung zwischen Mainzer und Landwehrstraße. Als nächstes steht dort am 31. März um 20 Uhr Poetry-Slam und Abendbrot an mit Christian Bartels „Zivildienstroman“. Die wechselnden Fotoausstellungen sind Montag bis Freitag von 10 bis 17.30 Uhr und samstags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Mehr zu kommenden Veranstaltungen und zu den Weststadtlofts unter: www.weststadtlofts.de.


Eine einladende Helligkeit prägt den lichtdurchfluteten Raum. Viele Fenster und weiße Wände bilden den Rahmen für die Bilder, die hier präsentiert werden – zurzeit stammen sie von dem Darmstädter Fotografen Marc Bartolo. Doch auf den zweiten Blick deutet sich an, dass dies mehr ist als eine Ausstellungsfläche: Auf dem Parkett steht eine große Lautsprecherbox herum, von der Decke hängt eine halbe Discokugel, in der Ecke wartet ein Mischpult auf Benutzung.
Ein neuer Veranstaltungsraum lockt seit einigen Monaten in den eher versteckt liegenden Neuwiesenweg (Ecke Landwehrstraße) zwischen der ehemaligen Disco „Natrix“ und dem Weststadtcafé. Ein ehemaliger Gebäudekomplex der Preussag ist zur Heimat der „Weststadtlofts“ geworden – und zu einem Ort zum Arbeiten, Feiern und für Kultur zwischen Kochen, Lesung oder auch mal Film. Die Idee dazu hatte Udo Drees, der dort seine Werbeagentur und seine Firma für digitalen Großformatdruck untergebracht hat.
Der gebürtige Darmstädter hatte sein Büro zuvor im benachbarten „Weststadt“-Gastronomie-Komplex mit Bar und Café, den er laut eigenen Angaben mitinitiiert und entwickelt hat. Er kam zufällig beim Gassigehen mit Hund an dem Gelände vorbei. Nicht viel später griff der Dreiundvierzigjährige, ein dynamischer Typ, dessen Lockerheit einen förmlich anspringt, zu. „Ich wollte nicht so anmaßend sein, Galerist zu werden“, betont Drees. Doch als passionierter Hobbyfotograf und Fotografie-Liebhaber dachte er sich: „Es wäre doch schön, einen öffentlichen Raum zu haben, wo man Fotografie finden kann.“

Und dabei blieb es nicht: Ein befreundeter Küchenbauer brachte die Idee ein, dort auch Koch-Events anzubieten und baute eine große Küche in den Nebenraum. Dort wurde beispielsweise schon selbst gemachte Hühnersuppe gezaubert zu einem der Poetry-Slams, bei dem junge Poeten regelmäßig um die Wette dichten. Doch der „Dichterschlacht“-Veranstalter Oliver Gaußmann ist nicht der einzige, der den neuen Raum im Neuwiesenweg mit Leben füllt.
Discjockeys der „Kassettentanke“, bekannt etwa auch als Musikbeschicker in der Griesheimer „Linie Neun“, haben dort schon aufgelegt. Auch an Silvester wurde zur Party geladen. Und zwischendrin treffe man sich immer mal wieder im kleinen Kreis zum Playstation-Spielen oder Filmschauen, wie Drees schmunzelnd berichtet.
„Das ist eine Art multikulturelle Fläche für Darmstadt“, stellt er fest. Geld nehme er damit nicht ein, ihn treibe vielmehr Leidenschaft an. „Es bereitet mir unheimlich viel Freude.“

Unabhängig davon bietet er in dem Gebäudekomplex auch noch so genannte Co-Working-Flächen an: Selbstständige können sich dort tage- oder monatsweise einen von 18 Schreibtischen in einer Büro-WG mieten.
Genutzt wird das vor allem von Freiberuflern aus Darmstadt oder von außerhalb, die über das bundesweite „Coworking“-Netzwerk von dem Angebot erfahren, und im Rahmen einer Geschäftsreise stundenweise einen Raum zum Arbeiten brauchen. Und in diesem Fall außerdem einen für Kultur finden: Alle sechs bis acht Wochen, so umreißt Udo Drees die vorläufige Zielsetzung, soll eine neue Fotoausstellung präsentiert werden. Und etwa einmal im Monat steht ein Jungdichter-Abend an.

 

Artikel Text Laenge: 3805

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  • 24. März 2011
  • Von Alexandra Welsch
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