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Für die echten Fans zählt nur der 911er

Kraftfahrzeuge – Porsche-Club besteht seit 35 Jahren – Ausfahrt nach Bad Bergzabern

Vor der Ausfahrt: Die Mitglieder des Porscheclubs mit Clubpräsident Michael Ayahs (links) und den beiden Gründungsmitgliedern, Ernst Hüther (rechts) und Klaus Albig (daneben). Foto: Claus Völker
Vor der Ausfahrt: Die Mitglieder des Porscheclubs mit Clubpräsident Michael Ayahs (links) und den beiden Gründungsmitgliedern, Ernst Hüther (rechts) und Klaus Albig (daneben). Foto: Claus Völker
Rund ein Dutzend Porschefahrer starteten am Freitag in alten und neuen Porschemodellen zum Wochenendausflug nach Bad Bergzabern. Organisiert hatte die Ausfahrt der vor 35 Jahren gegründete Porsche Club Darmstadt.

Der Glanz in den Augen von Ernst Hüther und Klaus Albig verrät mehr als die Worte, mit denen sie versuchen, ihre Begeisterung für das Porschefahren auszudrücken: „Das ist wie ein Bazillus“, meint der eine. Für den anderen steht fest: „Einmal Porsche, immer Porsche.“

Internet

Mehr Infos zum Darmstädter Porsche Club gibt es unter www.porsche-club-darmstadt.de.

Hüther war Ende der sechziger Jahre gerade 30 Jahre alt, als er seinen ersten Sportwagen des Stuttgarter Autobauers kaufte. Klaus Albig war zehn Jahre älter, als er sich das erste Gefährt seiner Lieblingsmarke zulegte. Umso intensiver hat er seine Leidenschaft für die Marke Porsche gepflegt. Ebenso wie Hüther hat er den Porsche-Club Darmstadt (PCD) mitgegründet. 32 Jahre leitete Albig dessen Geschicke. Erst vor Kurzem hat er den Vereinsvorsitz an den Seeheim-Jugenheimer Michael Ayahs abgegeben.

Was damals zur Gründung des PCD, der ebenso wie insgesamt 87 weitere regionale Klubs dem Porsche-Club Deutschland angehört, geführt hat, hat noch heute Bestand: Leidenschaft fürs Porschefahren und Freude am geselligen Beisammensein.

Geselligkeit spielt große Rolle

Dass ein Porsche einfach ein Glücksfall für einen Autofahrer ist, gehört zum Credo der aus ganz Südhessen kommenden PCD-Mitglieder. Diese Überzeugung hat auch Ernst Hüther und Klaus Albig angetrieben. Letzterer war Ende der siebziger Jahre zudem gerade dabei, sich in Darmstadt zu etablieren. „Ich war aus beruflichen Gründen hierher gezogen. Das PCD-Engagement war für mich auch eine Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen“, sagt Klaus Albig rückblickend. Auf Geselligkeit legt der PCD noch heute Wert: Monatlich finden Klubabende statt. Gemeinsame Ausfahrten werden unternommen und Porschetreffen besucht.

In den Anfangsjahren wurde sogar eine eigene Klubzeitschrift herausgegeben, bis diese dann – der Aufwand war zu groß geworden – Mitte der achtziger Jahre eingestellt wurde. Auch die Rallyes sind Geschichte. „Als auf den Landstraßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt wurde, hatte das seinen Reiz verloren“, sagt Ernst Hüther, der viele Jahre lang als Sportwart des PCD fungierte. „Für viele war das ein Grund, den Porsche zu verkaufen.“ So verlor auch der Klub Mitglieder: Waren es bei der Gründung 1978 über 50, so hat sich diese Zahl bis heute halbiert.

Dabei zählt für Hüther und Albig in erster Linie der Fahrspaß, nicht die Geschwindigkeit. „Bei den Ausfahrten fahren wir ja in der Kolonne. Da wird natürlich aufeinander gewartet, wenn es einer nicht mehr über die Ampel schafft“, sagt Klaus Albig, „zum schnellen Fahren kommt man da gar nicht.“

So ging denn auch die zum 35-jährigen Bestehen organisierte Tour in gemütlichem Tempo über Landstraßen nach Bad Bergzabern. Und statt Autobahnbrücke wurde zum Überqueren des Rheins die Fähre nach Nierstein genutzt.

„Vielleicht haben wir den Nachwuchs mit unserer Vorliebe für die 911-Serie auch verschreckt“, gesteht Klaus Albig selbstkritisch. Auch der Oldtimer-Fan Ernst Hüther räumt ein: „Für uns waren die Nachfolgemodelle irgendwie keine richtigen Autos mehr. Wir schwören ja heute noch auf Luftkühlung und Hinterradantrieb.“ Und schon gerät Klaus Albig erneut ins Schwärmen: „Wie man mit dem 911er Serpentinen hochkommt – da kommt kein anderes Modell mit.“

 

Artikel Text Laenge: 3405

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  • 17. Juni 2013
  • Von kaw
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