Mateo ist ein junger Flachlandtapir und liegt entspannt neben seinen Eltern Pablo und Tessa. Durch eine große Panoramascheibe können Besucher des Vivariums die drei Tiere mit den kurzen Rüsseln beobachten, wenn sie sich im Stall aufhalten. Dort kauen sie Heu und kuscheln sich zusammen, wenn es draußen regnet. Mit Mateo ist dem Darmstädter Zoo die Nachzucht einer bedrohten Tierart aus Südamerika gelungen.
Der kleine Tapir sei jetzt rund vier Monate alt und die Erstgeburt seiner Eltern, sagt Zoopädagoge Frank Velte. Wie Frischlinge – junge Wildschweine – habe er auf dem Rücken die auffällige Streifung der Jungtiere, die nach etwa einem halben Jahr verschwindet. Ungewöhnlich sei jedoch, dass sie bei Mateo nicht hell, sondern sehr dunkel ausgefallen ist.
Das Vivarium im Schnampelweg 5 ist von April bis September täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.
Tapire sind verwandt mit Nashörnern und Pferdeartigen, ihr Körperbau erinnert an den von Wildschweinen – nur größer. Momentan wiege Mateo noch zwischen 20 und 25 Kilo, sagt Velte. Ausgewachsen kann ein Männchen das Zehnfache auf die Waage bringen.
Zurzeit ernähre sich der kleine Pflanzenfresser hauptsächlich von Muttermilch, erklärt Velte, gelegentlich darf es aber schon etwas Heu oder ein Stück Karotte sein. Ein Jahr werde Mateo bei seiner Mutter bleiben, dann sind seine Entwicklung und Sozialisation abgeschlossen. Etwa vierhundert Tage dauere es, bis die Mutter ihr Junges vollständig ausgetragen hat – mit die längste Trächtigkeit unter Säugetieren. Mateos wilde Artgenossen leben als Einzelgänger im tiefgelegenen tropischen Regenwald. In Gefangenschaft werden Tapire durchschnittlich 30 Jahre alt.
Bei den Bennettkängurus hat eines von zwei jungen Weibchen, die das Vivarium vom Zoo Rheine übernommen hat, „ein Mitbringsel“ dabeigehabt: Die Mitarbeiter sind sich sicher, dass das Jungtier, das im Frühjahr aus dem Beutel guckte, noch in der alten Heimat gezeugt wurde.
Die einmonatige Tragedauer bei den Bennetts ist relativ kurz. Nach der Geburt krabbelt das winzige, nackte Känguru in den Beutel der Mutter am Bauch, wo es Schutz und Wärme findet und gesäugt wird. Dort entwickelt es sich weiter, bis es groß und stark genug ist für Ausflüge nach draußen. „Kängurumütter sind Schwerstarbeiter – sie können bis zu drei Jungtiere versorgen“ erklärt Velte: eines im Bauch, das zweite im Beutel und das dritte größere darf gelegentlich noch zum Trinken einsteigen.
Inzwischen ist das namenlose Jungtier schon beinahe so groß wie die zwölf ausgewachsenen Tiere. Die Art stammt aus Tasmanien. „Das sind Rasenmäher“, erklärt Frank Velte die Ernährungsgewohnheiten der Springinsfelde. Ergänzt werde die Kost durch Obst, Gemüse, Laub und Heu. Im Zoo erreichen sie in der Regel ein Alter von 15 bis 18 Jahren.

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