Zwei Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion wurden am Montag Opfer der Migrantenvariante des Enkeltricks. Hierbei geben sich die Anrufer nicht als angebliche Verwandte in Geldnot aus – das Prinzip ist noch perfider: Die Anrufer behaupten in der Muttersprache der Einwanderer – hier auf Russisch –, Angehörige hätten einen schweren Unfall verursacht und bräuchten nun Geld für eine Operation oder für die Gefängnis-Kaution.
In diesem Fall soll es die Tochter der einen und der Sohn der anderen Frau gewesen sein. Nach Angaben der Polizei forderten die Betrüger für die Operation 32 000 Euro, für die Kaution 18 000 Euro.
Die eine Frau ging nicht darauf ein und wurde auch nicht weiter behelligt. Die zweite Frau sagte, sie habe nur 2000 Euro, mit denen sich der Anrufer schließlich einverstanden erklärte. Er blieb solange in der Leitung, bis der Abholer eine halbe Stunde später das Geld in Empfang nahm.
Dieser Mann wird als etwa 20 Jahre alt, sehr schlank und sehr groß beschrieben. Er trug eine Mütze mit kurzem Schild, eine helle Hose und eine dunkle Jacke. Er sprach russisch.
Hinweise nimmt die Polizei (K 24) unter Telefon 06151 969-0 entgegen. Sie bittet mögliche weitere Opfer, sich ebenfalls zu melden.
Betrug per Schockanruf
Kriminalität – Angeblich schlechte Nachrichten auf Russisch für zwei Familien
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