Am Donnerstag vor einer Woche haben die Besetzer das Liebighaus geräumt, bis jetzt waren sie wie vom Erdboden verschluckt, am Donnerstagvormittag dann kam eine Pressemitteilung, in der sie weitere Aktionen ankündigen.
Sie hätten die Woche genutzt, um zu reflektieren und Perspektiven zu formulieren, aber auch Aktionen zu planen, heißt es in der Mitteilung. In den vergangenen Nächten hätten sie Plakate an einigen leerstehenden öffentlichen Gebäuden angebracht, „die einen baldigen Besuch ankündigen“.
Das Komitee für freie Bildung, rund 50 Schüler und Studenten, die sich nach der Bildungsdemo vor drei Wochen spontan zusammenfanden, habe während der Besetzung des Liebighauses seine „Vorstellung von einer besseren Welt gelebt“, „solidarisch und selbstbestimmt einen Freiraum geschaffen“. Es sei „gelungen, Besitzstrukturen in Frage zu stellen und den eingefahrenen Alltag ins Wanken zu bringen“, resümieren die Besetzer. Auch wenn ihnen der Raum genommen wurde, würden sie nicht aufhören, aktiv zu sein.
Die Mitglieder der Gruppe begrüßten das Gesprächsangebot der Stadt und die Prüfung der Nutzung von leerstehenden öffentlichen Gebäuden. Allerdings wollten sie nicht abwarten, bis die Stadt sich bewege: „Wir setzen unsere Ziele selbstständig um.“
Besetzer wollen weitermachen
Komitee für freie Bildung – Aktivisten weisen auf leerstehende Gebäude hin
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