Wer einen Baum markieren will, der findet im Internet auf der Seite www.mundraub.org die entsprechende Funktion. Bevor sie den Baum freischalten, überprüfen die Mundräuber die Standorte so gut es geht. »Wir sind uns bewusst, dass vermeintlich herrenlose Bäume jemandem gehören können«, sagt Katharina Frosch.
Deshalb schauen sie sich jede Fundstelle vorher auf ,Google maps' genau an. »Meistens erkennt man, dass es sich um eine Streuobstwiese oder einen Garten handelt.« Dann werde der Standort nicht freigegeben. Doch mit wachsender Beliebtheit der Seite werden die Kontrollen schwieriger, die ehrenamtlichen Mundräuber sind auf Mithilfe angewiesen: »Wir weisen jeden darauf hin, dass er selbst für die Rechtmäßigkeit seines Tipps verantwortlich ist.« Wer gerne Obst pflücken möchte, kann auf der Internetseite die Karte aufrufen. Was es wo zu pflücken gibt, ist mit Symbolen gekennzeichnet. Klickt man diese an, öffnet sich eine kurze Beschreibung der Fundstelle. »Im Idealfall geben Besitzer ihre Bäume selbst frei«, sagt Frosch. »Oft können Baumbesitzer mit dem ganzen Obst nichts anfangen und ein anderer freut sich, wenn er Marmelade daraus machen kann.«
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