Am Montag beginnt, aus Sicht der Meteorologen, der Frühling. Zwei Tage zuvor erlebt Darmstadt den Höhepunkt des Winters, jedenfalls aus Sicht der Veranstalter, die das Ski- und Snowboardspektakels ,,Masters of Darmstadt" aus der Taufe heben.
Vor einigen Jahren war schon auf dem Marktplatz schon mal eine Skisprungschanze aufgebaut worden. An einem heißen Hochsommertag. ,,Wir finden jedoch, Wintersport gehört auch in den Winter", sagt Thiemo Gutfried von der Agentur ,,Darmstadt events". Aber gehört Wintersport nicht auch in die Berge? Ja schon, sagt Benni Weber vom Verein ,,Sportsfreunde Odenwald", doch dort ,,ist das ja nichts Besonderes". Man wolle die Faszination des Sports ,,den Stadtmenschen näher bringen". Und schließlich, die Wochen zwischen Weihnachten und Ostern sind ,,so eine graue Zeit", wie Axel Haug, der Manager des Luisencenters, sagt. Im Sommer platze die Innenstadt vor lauter Veranstaltungen aus den Nähten. Ihm sei es darum gegangen, den Menschen zu zeigen, ,,dass auch jetzt was los ist, dass es sich lohnt, nach Darmstadt zu kommen". Zudem die Leute jetzt dank der Olympischen Spiele in Vancouver gerade sportlich aufgewühlt seien. Bekanntermaßen stehe man im Wettbewerb mit anderen Einkaufsorten.,,Masters of Darmstadt" ist die Premiere eines Wettbewerbs, den das Luisencenter, Gutfrieds Agentur und die Odenwälder Sportsfreunde gemeinsam auf die Beine stellen - der Verein, in dem vor allem Skilehrer organisiert sind, mit viel ehrenamtlicher Arbeit. Dennoch betragen die Kosten des Spektakels rund 20.000 Euro, ,,wobei uns die Stadt mit der Platzmiete noch sehr entgegengekommen ist".Gutfried ließ eine fünf Meter hohe und dreißig Meter lange Rampe zimmern, die am unteren Ende der Wilhelminenstraße zustehen kommt und bis auf den Luisenplatz hinausragt. Das Gerüst ist mit Teppichboden belegt - und schneebedeckt. Der Schnee, dies ist der Clou, wird nicht künstlich erzeugt sondern ist Abrieb, der beim Glätten von Eislaufbahnen entsteht. Vierzig Kubikmeter davon werden nach Darmstadt geschafft, ,,echte Zweitverwertung", wie Haug lobt. Man beachte die Nachhaltigkeit, ergänzt Gutfried. Sportsfreunde seien per se Naturfreunde.Die Sport-und Naturfreunde stürzen sich dann auf dem vereisten Buckel in die Tiefe, nicht ohne über allerlei Hindernisse zu hüpfen, Salti und Pirouetten zu vollführen. Dafür gibt es Punkte von einer professionellen Jury und Ende Geld- und Sachpreise.Das Spektakel beginnt am Samstag (27.) um 12 Uhr mit freiem Training, dann folgen Qualifizierungsläufe und gegen 20 Uhr die Finals. Um 21 Uhr werden die Sieger geehrt; danach steigt eine zünftige Après-Ski-Party auf dem Luisenplatz, die Musik dazu wird von der Kapelle ,,Ease up Ltd." erzeugt.Ein halbes hundert internationaler Snowboardstars haben sich angesagt, auch einige Skifahrer. Anmeldungen sind bis kurz vor Beginn möglich. Wer ,,Master of Darmstadt" werden will, kann das unter mod@darmstadtevents.de mitteilen. ,,Aber fahren sollte er schon können", sagt Benni Weber.

Merken
|
























