,,Fleischmann will feindliche Übernahme"
Schulplanung: Darmstädter FDP wirft dem Landkreis Politik gegen die Betroffenen vor
Mit einer Reihe von Vorwürfen hat die Darmstädter FDP auf die Debatte am Montag im Kreistag Darmstadt-Dieburg reagiert. Dort war der Darmstädter Schuldezernenten Dierk Molter (FDP) des Vertrauensbruchs beschuldigt worden. Hintergrund sind seit Wochen währende Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Kreis um einen Schulentwicklungsplan. Nachdem dieser offenkundig gescheitert ist, hatte Kreisschuldezernent Christel Fleischmann am Montag angekündigt, einen eigenen Plan vorzulegen. ,,Fleischmann will offenbar keinen Interessensausgleich mit Darmstadt, sondern versucht eine feindliche Übernahme", klagte FDP-Sprecher Ralf Arnemann gestern. Er warf dem Kreis eine fehlgeleitete, ideologisch begründete Schulpolitik vor - gegen den Willen der Betroffenen solle von Rot-Grün im Kreis ,,die Einheitsschule durchgesetzt werden".Darmstadt dagegen biete seit Jahren alle Schulformen so an, wie es von Eltern und Schülern gewünscht werde. ,,Das Darmstädter Modell ist eindeutig das attraktivere", sagte Arnemann. Das sehe man daran, dass mehr Kreiskinder in Darmstadt auf die Schule gehen wollen als Stadtkinder im Kreis. Deshalb dürften auch die Darmstädter Vororte bei der Schulplanung ,,nicht von der Kernstadt abgeschnitten werden".Außerdem wirft die FDP dem Kreis Geheimhaltung vor; Darmstadts Dezernent Molter dagegen trete für Transparenz gegenüber Schulen und Eltern ein.
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