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Neue Kinderkrippe in Roßdorf im Gespräch

Parlament – Steigende Nachfrage an U-3-Plätzen – Grüne wollen zustimmen

Dem Roßdörfer Parlament legt Bürgermeisterin Christel (SPD) Sprößler bei der heutigen Sitzung den ersten Nachtragshaushalt 2013 zur Beratung vor. Beschließen müssen die Gemeindevertreter unter anderem über den Neubau einer Kinderkrippe.
ROSSDORF.


Bürgermeisterin Christel Sprößler (SPD) stellt heute Abend den ersten Nachtragsetat für das Haushaltsjahr 2013 vor. „Es sind externe Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben, die aber unsere Lage verschlechtern“, erläuterte die Rathauschefin. Dazu zählen nicht nur die Kreis- und Schulumlage, die 365 000 Euro höher ausfällt als im Vorjahr, sondern auch eine Tariferhöhung bei den Personalkosten, die sich mit 82 000 Euro auswirkt, oder die Erhöhung der Strompreise, die die Straßenbeleuchtung um 50 000 Euro teurer macht. Das Minus würde um insgesamt 440 600 Euro wachsen, wenn dem die Kommunalverwaltung nicht einen Riegel vorschöbe.
„Da wir einen Doppelhaushalt 2012/13 haben, darf unser Defizit in diesem Jahr nicht höher sein als im Vorjahr“, erklärte Sprößler. Das bedeutet, die 1,6 Millionen Euro von 2012 dürfen auf keinen Fall überschritten werden. „Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als die Gewerbesteuer und die Grundsteuer B um 20 Prozentpunkte anzuheben“, sagte die Bürgermeisterin. Gleichzeitig sei aber auch bei den Ausgaben Zurückhaltung geboten: Die Erweiterung des Jugendzentrums in der Neuen Schule wird verschoben. Um den Neubau einer Kinderkrippe kommt die Gemeinde aber nicht herum, da Eltern ab August einen Rechtsanspruch auf die Betreuung von Ein- und Zweijährigen haben.

Die politische Vorgabe lautet: 35 Prozent Betreuungsplätze müssen zur Verfügung stehen, auf die Roßdorf auch kommt. „Aber dieses Angebot reicht nicht“, stellte Sprößler fest. Auf Wartelisten stünden zurzeit 80 Kinder. Auch wenn die Aussagekraft von solchen Listen begrenzt sei, weil nicht jede Familie nach der Anmeldung den gewünschten Krippenplatz in Anspruch nehme, sieht die Bürgermeisterin eine steigende Nachfrage.
Eine neue Kita im Gundernhäuser Neubaugebiet Weißmühle soll drei weitere U-3-Gruppen aufnehmen und wird 1,58 Millionen Euro kosten, für die Zuschüsse von 450 000 Euro beantragt werden können. Der Rest muss über Kredite finanziert werden. Die Kommunalaufsicht würde zustimmen, weil es sich um eine Pflichtaufgabe handelt.
Trotz der zusätzlichen Belastung des Gemeindehaushalts haben die Grünen Zustimmung signalisiert, „weil wir für jedes Kind chancengleiche Voraussetzungen schaffen möchten“.

Wann und wo Das Parlament tagt am heutigen Freitag (15.) um 19 Uhr im Schulungsraum der Feuerwehr in Gundernhausen.

 

Artikel Text Laenge: 2396

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  • 15. März 2013
  • Von ipp
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